Leitgedanke und Ergebnissdarstellung

Hallo zurück.

Da ich noch gar nicht richtig deutlich gemacht habe, was genau ich eigentlich bezüglich Crowdcreation untersuchen möchte, hier einmal mein Leitgedanke:

Was genau braucht ein Unternehmen oder eine Privatperson eigentlich, um eine erfolgreiche Crowdcreation-Kampagne durchführen zu können? Gibt es Faktoren, die besonders erfolgsversprechend sind? Und was sollte man bei einem solchen Projekt besser vermeiden?

Dabei stellt sich mir auch die Frage: Wann ist denn eine Kampagne eigentlich erfolgreich?
Ich denke, dass eine Kampagne dann gelungen ist, wenn der Auftraggeber mit dem „End-Produkt“ vollkommen zufrieden ist. Außerdem halte ich es für vorteilhaft, wenn „viele“ Personen an dem Ideenfindungs- oder Gestaltungsprozess beteiligt waren, damit das Endergebnis auch wieder eine große Masse anspricht. 

Bild

Aber gibt es vielleicht noch andere Kriterien? Was denkt ihr? Habt ihr weitere 

Anregungen für mich?

 

Um die Antwort auf meine Leitfrage für euch etwas übersichtlicher darzustellen, habe ich heute eine neue Seite eingerichtet. Denn nachdem ich mich mit der Literatur von Jeff Howe auseinandergesetzt habe und mir dort ein paar Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Crowdsourcing-Projekten über den Weg gelaufen sind, habe ich mich dazu entschieden, meinen Lernfortschritt bzw. meine Ergebnisse gesammelt darzustellen.
Auf der neuen Unterseite ‚Ergebnisse‚ werde ich ab sofort immer die neuen Faktoren für eine erfolgreiche Crowdcreation-Kampagne auflisten.

Ich würde mich über Anregungen zu meiner Frage freuen. (:

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14 Kommentare

  1. Hallo Tanja,
    ich denke auch das die beiden von dir genannten Faktoren am wichtigsten sind. Ich würde noch hinzufügen das man eine Kampagne als erfolgreich betrachten kann, wenn möglichst vielfältige und facettenreiche Ergebnisse entstanden sind, die ggf. auch für spätere Zwecke verwendet werden können. 🙂

    Antwort
    • Hallo Elisa.
      Daran habe ich auch schon gedacht. Generell finde ich es auch gut, wenn man viele abwechslungsreiche Ideen bekommt. Nur kann das auch den Entscheidungsprozess erschweren und ich denke, es könnte auch ein Zeichen dafür sein, wie unhomogen die Zielgruppe bzw. deren Geschmack ist.
      Oder hältst du das für unproblematisch?

      Antwort
      • Ich denke das das nicht unbedingt problematisch sein muss. Bei einem Crowdcreation- Prozess ist ja gerade Kreativität gefragt und daraus können ja die verschiedenen Ergebnisse entstehen, die trotzdem die breite Masse der Crowd ansprechen.
        Aber vielleicht sollte man solche Aspekte besser projektspezifisch betrachten…

  2. Hi Tanja,
    ich finde deinen Ansatz sehr gelungen. Allerdings würde mich interessieren in welchen Schritten eine Kampagne beim Crowdcreation genau abläuft. Gibt es da Unterschiede oder folgen alle dem gleichen Prinzip? Ich stimme deinen und Elisas Erfolgsfaktoren zu. Außerdem würde ich noch Transparenz im Bezug auf den Projektverlauf und regelmäßige Kommunikation mit der Crowd als Faktoren ergänzen. Diese sind wichtiger Bestandteil einer Crowdfunding-Kampagne, aber lassen sich meiner Meinung nach auch auf Crowdcreation anwenden 😉

    Antwort
    • Hallo Ricarda.
      Ich finde die Idee mit einer Ablauffolge für eine Crowdcreation-Kampagne wirklich interessant. Bisher habe ich noch nichts in der Richtung entdeckt, aber nun werde ich verstärkt danach suchen. Denn auch so etwas würde ja mit zum Erfolg einer Crowdcreation-Kampagne beitragen.
      Danke für diesen Einwurf!

      Die Punkte Transparenz und regelmäßige Kommunikation kann ich nicht ganz mit Crowdcreation in Verbindung bringen. Meinst du lediglich die Bekanntgabe über Start- und Endzeitpunkt für Einreichungen, Gewinnerauswahl, Vergütung etc.? Oder was ist dir bei diesen Punkten so wichtig?
      Oftmals ist es nämlich so, dass sich ein Unternehmen weniger in den Ideenfindungsprozess einmischt, damit eben die Crowd diskutieren kann und sich gegenseitig verbessert.

      Antwort
      • Bei Crowdcreation ist wirklich problematisch, dass es noch kaum Literatur zu diesem Themengebiet gibt, aber vielleicht findest du ja nützliche Infos, wenn du dir einzelne Kampagnen näher anschaust 😉
        Außerdem habe ich hier noch zwei Blogs zu deinem Themengebiet vom WS 2011 gefunden: http://blogs.tu-ilmenau.de/neelie/ und http://blogs.tu-ilmenau.de/didido/
        Vielleicht findest du ja dort noch Anregungen.
        Bei Transparenz habe ich eher an Aufklärung der Crowd bezüglich der Verwetungsrechte eines Designs oder finanzielle Beteiligung der Gewinner gedacht. Quasi dass jeder Teilnehmer weiss worauf er sich einlässt, wenn dieser sein Design einreicht. Oder liege ich da komplett falsch? Mit regelmäßiger Kommunikation habe ich gemeint, dass die Initiatoren der Crowdcreation-Kampagne die Crowd mit regelmäßigen Updates bezüglich der Teilnehmerzahl, der verbleibenden Einreichungszeit, der Gewinne usw. versorgen sollten.

  3. Hallo zusammen.
    ich finde eure Ideen und Ansatzpunkte sind sehr vielfältig!
    Ich stimme euch bei den bereits genannten Faktoren in jedem Fall zu. Zu einer erfolgreichen Kampagne gehört meiner Meinung jedoch noch die Bewertung, was mit den Ergebnissen passiert. Wird zum Beispiel ein Kleidungsstück designed, ist es ja schön und gut, wenn es der Crowd gefällt und wenn das Unternehmen, das die Crowdcreation Plattform zur Verfügung stellt, damit zufrieden ist. Aber entscheidend ist doch auch, ob das Tshirt dann letztlich verkauft wird? Also finden auch andere Personen meine Idee und meinen Entwurf so cool, dass sie das Design selbst tragen und dafür Geld ausgeben würden? Den Punkt würde ich noch mit aufnehmen 🙂 Seht ihr das auch so?

    Zum Thema Crowdcreation-Kampagne: Ich würde sagen, dass man beim Crowdcreation gar nicht unbedingt von einer klassischen Kampagne in dem Sinne sprechen kann und sich diese Form des Crowdsourcings deshalb etwas von Crowdfunding-Kampagnen etc. differenziert. Beim Crowdcreation wird ja meistens eine Plattform zur Verfügung gestellt, sei es eine Plattform zum Design von Shirts oder Kleidungsstücken (z.B. threadless.com: http://www.threadless.com/) oder wie in meinem Fall von Produktideen (Tchibo ideas: http://www.tchibo-ideas.de/) oder oder… Dabei kommt es jedoch immer auf die Produkte an und auf das jeweilige Unternehmen, wie ein Projekt abläuft. Manchmal geht es einfach nur um den kreativen Prozess, manchmal um den Verkauf der Produkte, manchmal werden die Designer monetär vergütet, ein anderes Mal eher materiell (indem sie zum Beispiel ihr Design erhalten), manchmal bewertet die Crowd, manchmal das Unternehmen selbst, manchmal wird ein Vertrag geschlossen, manchmal nicht, manchmal werden die Rechte des Designs abgegeben, manchmal bleiben sie beim Designer usw.
    Das waren jetzt nur einige Aufzählungen, aber ich wollte damit nur deutlich machen, dass man in meinen Augen nicht DEN Ablauf einer klassischen Crowdcreation-Kampagne beschreiben kann, weil das Ziel und das Ergebnis immer ein anderes ist. Ich stimme hier also Ricarda zu und denke, dass es in der Abfolge eines Crowdcreationprozesses erhebliche Unterschiede gibt 🙂 Falls du Tanja, bei deiner Recherche jedoch etwas findest, was dieses Thema genauer beschreibt, lass es mich gerne wissen! Vielleicht liege ich ja komplett falsch mit meiner Vermutung und dann ist es umso spannender für mich 🙂
    Auf jeden Fall ein guter Einwand, mit dem man sich beschäftigen sollte, wenn man sich dem Thema Crowdcreation widmet!

    Antwort
    • Hallo Tanja,
      Danke für deinen Beitrag.
      Ja, ich denke auch, dass es auch wichtig ist, dass das Endprodukt auch andere gefällt. Besonders für das Unternehmen, welches dann mit diesem Gewinn machen möchte, sollte das von Bedeutung sein 😉

      Ich finde, du hast es ganz gut beispielhaft umschrieben. Die Landschaft der Crowdcreation-Plattformen ist sehr abwechslungsreich und alle arbeiten in irgendeiner Art und Weise einzigartig.
      Ich werde mich in meinen kommenden Blogeinträgen noch weiteren Beispielen widmen, um diese Vielfältigkeit aufzuzeigen. Darunter fällt dann bestimmt auch Tchibo Ideas 😉

      Antwort
  4. Hallo nochmal 🙂
    ich habe mich in meinem letzten Eintrag mit dem Thema „Kommunikationsprozesse bei Tchibo ideas“ beschäftigt. Zu diesem Artikel ist eine interessante Diskussion entstanden, aus der ein Kriterium für eine erfolgreiche Crowdcreation Kampagne hervorgegangen ist: Community-Management. Nur, wenn sich die Plattformbetreiber genau überlegen, welche Rolle sie einnehmen wollen, wie sie mit den Usern und Community-Mitgliedern kommunizieren und inwiefern sie mit diesen in Kontakt treten, entsteht unserer Meinung nach ein konsistentes Konzept und eine gut funktionierende Kampagne 🙂 Die Dikussion zum Thema findest du in meinem Blog unter folgendem Eintrag: http://tmantel.wordpress.com/2014/01/07/kommunikationsprozess-an-einem-beispiel-erklart-der-schmuff/comment-page-1/#comment-39

    Ich würde mich freuen, wenn du dich dort vllt. als Experte für Crowdcreation-Kampagnen mit einklinkst 🙂

    Antwort
  5. Ich denke als weiteres Kriterium könnte man „Usability“ nennen.
    Meiner Meinung nach muss die Einreichung von zum Beispiel Ideen und Designs einfach gestaltet sein. Je leichter sich die Teilnahme am Prozess gestaltet ist, desto größer ist die Chance das durch die Crowdcreation ein erfolgreiches Produkt zu Stande kommt.

    Antwort
    • Hallo Katarina,
      Das ist wirklich ein guter Einwurf. Damit habe ich mich bisher noch nicht so detailliert auseinandergesetzt. Vermutlich, da es von mir als „selbstverständlich“ angesehen wird, dass die Websites oder benötigte Software möglichst einfach zu handhaben ist. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann ist das natürlich eine große Hürde für die Nutzer und würde sich bestimmt negativ auf die Teilnahme an einer Crowdcreation-Kampagne auswirken.
      In meiner Ergebnis-Übersicht (https://crowdcreation1314.wordpress.com/erfolgsfaktoren/) habe ich bisher nur den Punkt „verwendete Software, sollte einfach zu handhaben sein“ aufgenommen. Sollte ich das deiner Meinung nach noch erweitern?

      Antwort
  1. Abschlussbetrachtung Teil 2 – Fazit | Crowdcreation

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