Abschließende Bewertung der drei vorgestellten Plattformen Threadless, Spreadshirt & Qwertee

Hallo zurück.
Heute möchte ich euch nun abschließend zum Thema „Plattformen zur Produktgestaltung“ einen Vergleich der drei vorgestellten Plattformen präsentieren.
Ich vergleiche dabei die verwendeten Konzepte und setze den Schwerpunkt auf die geführte digitale Kommunikation. Abschließend zeige ich die Erfolgsfaktoren der Unternehmen noch einmal auf und fasse zusammen, wie man eine solche Plattform zur Produktgestaltung erfolgreich führen kann und was man bei der digitalen Kommunikation beachten sollte, oder auch besser vermeidet.

Beim Zusammenfassen der hier präsentierten Informationen ist mir bewusst geworden, dass ich bei meinen Darstellungen mit der Zeit immer präziser geworden bin, sodass ich einige Daten bezüglich der digitalen Kommunikation (besonders für Threadless) nachrecherchieren musste. Da der Zeitaufwand zu groß gewesen wäre, sind die Stände der Zahlen vom 17.01-20.01.2014. Einige Zahlen wurden dabei allerdings auch nach oben korrigiert, bspw. der Wert der Likes von der amerikanischen Facebook-Seite von Spreadshirt. Insbesondere bei den Angaben zu den Nutzerzahlen und Crowdaktivitäten (s.u.) betone ich, dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhebe. Da ich keine Inhaltsanalyse aller Beiträge der untersuchten Unternehmen durchgeführt habe, kann es durchaus sein, dass einige Zahlen noch höher liegen, als sie in meinen Diagrammen angegeben werden. Es handelt sich bei meinen Darstellungen lediglich um Richtwerte, die die unterschiedlichen Aktivitäten der Communities und Erfolgszahlen der Plattformen veranschaulichen sollen.

Hier folgen nun die relevanten Vergleichskriterien:

Threadless

(Quelle: eigene Darstellung) Spreadshirt+Qwertee(Quelle: eigene Darstellung)

Da es kaum möglich war in dieser Tabelle auch noch auf die digitale Kommunikation einzugehen, folgen hier noch ein paar Diagramme zu den Nutzerzahlen auf Facebook (FB), Twitter und Google+. Ich habe die anderen Social-Media-Plattformen nicht mit betrachtet, da diese 3 Kanäle die einzigen waren, die auch bei allen 3 Crowdcreation-Plattformen vorhanden waren. Anschließend folgt noch eine Darstellung über die Aktivitäten der Crowd auf Facebook und Twitter, da diese Plattformen die zwei Meistgenutzten sind und gute Möglichkeiten bieten mit der Community zu interagieren.

Nutzerzahlen – Facebook

FB

(Quelle: eigene Darstellung)

Nutzerzahlen – Twitter

twitter

(Quelle: eigene Darstellung)

Nutzerzahlen – Google+

Google+

(Quelle: eigene Darstellung)

Aktivitäten der Community auf Facebook und Twitter

Crowdaktivitäten

(Quelle: eigene Darstellung)

Auffällig bei den Diagrammen ist, dass obwohl Threadless auf Facebook und Twitter eine größere Community hat, die Aktivitäten der Nutzer bei der jüngsten Plattform Qwertee am höchsten ausfallen. Dort scheinen die Designs bei der Crowd besser anzukommen und starke Zustimmung zu finden. Interessant ist auch, dass Qwertee die einzige Seite ist, die auch auf Google+ relativ erfolgreich arbeitet.

Wie kann man eine Plattform zur Produktgestaltung bzw. T-Shirt-Gestaltung nun erfolgreich betreiben? Und was sollte man bei der digitalen Kommunikation beachten bzw. vermeiden?

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man ein klares Konzept hat und eng mit der den Kunden bzw. der Community zusammenarbeitet. Die User benötigen einen Plattform auf der sie sich austauschen können. Da dieses nicht so einfach in die eigenen Webseite integrierbar ist, bieten sich dafür die Social Media-Kanäle an. Auf den bekanntesten Plattformen, wie Facebook und Twitter, kann man so den Dialog zu den Kunden suchen und gleichzeitig beobachten, worüber die Crowd sich unterhält.
Da Qwertee in dieser Betrachtung so erfolgreich abschneidet, halte ich es noch für sinnvoll mit dem verwendeten Konzept eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Somit kann die Begeisterung der Community für Designentwürfe größer ausfallen und die Diskussionen sind interessanter. Als wichtig habe ich auch empfunden, dass die Crowd nahezu täglich mit neuen Designs oder News versorgt wird. Regelmäßige Posts erleichtern auch dem Nutzer das Verfolgen einer Crowdcreation-Plattform.
Abschließend möchte ich festhalten, dass sich ein paar der genannten Kriterien mit den 10 Regeln von Jeff Howe decken (bspw. 1. Pick the right Model und 2. Pick the right Crowd), somit dessen Anwendbarkeit unterstützen.
Diese Ergebnisse, wie auch alle weiteren werden sich auf der Unterseite „Ergebnisse“ wiederfinden.

Auf meine Umfrage aus dem allerersten Post zu der Thematik möchte ich nur kurz eingehen.
55,56% der Teilnehmer gaben an, dass sie eine der genannten Seiten (Spreadshirt, Threadless und Qwertee) kennen, aber sie noch nie einer dieser Seiten genutzt haben. Ein Drittel der Befragten kannte keiner dieser Seiten und 11.11% haben bereits ihr eigenes Design kreiert.
Da mir dieses Umfrage-Tool nicht anzeigt, wie hoch die Teilnehmerzahl tatsächlich war, möchte ich mich über mögliche Schlussfolgerungen zurückhalten. Anmerken möchte ich doch, dass mehr als die Hälfte noch nie ein eigenes Design kreiert haben oder die Seiten nicht mal kennen. Ich hoffe allerdings, dass meine Beiträge dazu den ein oder anderen neugierig gemacht haben und jemand vielleicht mal sein eigenes Design auf einer solchen Plattform einreicht.

In meinen folgenden Posts werde ich mich nun anderen Plattformen widmen und bin schon gespannt darauf, ob man auch hier diese Regeln wiederfindet.

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11 Kommentare

  1. Hallo Tanja, ich finde deine Ergebnisse sehr interessant. Es ist schon faszinierend, dass Qwertee eine geringere Nutzerzahl auf Facebook hat aber dennoch die meiste Interaktion. Das zeigt mal wieder, dass es eben nicht nur auf die Größe der Community ankommt, sondern auf die Motivation dieser. Es scheint so, als hätte Qwertee ein besseres Community Management betrieben und so seine Community stärker auf seinen Social Media-Kanälen gebunden. Hast du eine Vermutung wieso der Unterschied der Kommunikation zwischen Qwertee und den anderen Plattformen so groß ist? Hast du dir auch die Kommunikation auf Google+ näher angeschaut?

    Antwort
    • Hallo Ina.
      Wie auch schon in dem Text erwähnt, vermute ich, dass es an der spezifischeren Zielgruppe bzw. Zielgruppenansprache liegt.
      Und bei deiner letzten Frage weiß ich gerade nicht, wessen Kommunikation du meinst?
      Die von Qwertee auf Google+ oder auch von den anderen beiden?

      Antwort
      • Also ich bin mir auch nicht sicher wie Ina das gemeint hat, aber mich hätte jetzt auch interessiert wieso gerade Qwertee und Google+ so gut zusammen funktionieren. Hattest du da schon einen Erklärungsansatz gegeben, dann entschuldigung.

      • Nein. Dafür hatte ich noch keine mögliche Erklärung abgegeben. Vielleicht hängt auch das wieder mit der sehr internetaffinen Zielgruppe zusammen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Personen, die Qwertee auf irgendeinem Kanal abonniert haben, auch noch einen weiteren lesen – wie ich ja beispielsweise auch. Besonders die Zielgruppe der „Nerds“ könnte sich auch auf Google+ aufhalten, da diese häufig für „alles Neue“ im Netz zu begeistern sind. Und anfänglich war Google+ ja auch noch ein recht erfolgsversprechender Werdegang eingeräumt worden.
        Oder hast du vielleicht eine andere Idee, warum auch auf dieser Plattform die Community-Aktivitäten im Vergleich zu den anderen Seiten relativ hoch sind?

      • Ich hätte mir das, ähnlich wie du, auch nur dadurch erklären können, dass die Zielgruppe der besonders starken Internetnutzer auf Kanäle ausweichen die nicht so „Mainstream“ sind wie z.B. Facebook. Aber das ist nur eine bescheidene Vermutung.

  2. Sehr schöne Zusammenfassung deiner bisherigen Ergebnisse!
    Ich finde es auch sehr interessant das nochmal die Monitoring Funktion von Social Media aufgreifst. Darüber bin ich bei meiner Recherche auch immer wieder gestoßen. Facebook, twitter & co. eigenen sich eben nicht nur um einen Dialog mit den Kunden zu führen, sondern eben auch um Themen zu beobachten und aufzugreifen, die der Crowd gerade wichtig sind.
    Ich denke das Beispiel Qwertee zeigt, wie Ina schon gesagt hat, wie Crowdsourcing im Web 2.0 funktioniert. Ich erinnere mich das es eine recht junge Plattform war?! Vielleicht steigen die Nutzerzahlen ja noch in den kommenden Monaten /Jahren. Vielleicht liegt es aber auch daran das so viele Kanäle gleichzeitig bedient werden, und sich so nicht eine sehr große Nutzerzahl auf einen Kanal, beispielsweise auf facebook bildet… 🙂

    Antwort
  3. Toll, dass du dir die Mühe gemacht hast, das alles noch einmal kompakt in einem Post zusammen zu fassen, ich hatte vor allem bei den Zahlen ein wenig den Überblick verloren 😀
    Ich denke, der größte Erfolgsfaktor von Qwertee ist, tatsächlich die tägliche Konfrontation, die geringen Kosten und dieser Effekt der künstlichen Verknappung. Dadurch steigt schließlich die Exklusivität der Shirts. Außerdem hat Qwertee, wie du ja auch schon bereits angesprochen hast, eine Zielgruppe, die eh schon extrem internetaffin ist und auch tatsächlich täglich online ist.
    Mich würde jetzt mal interessieren – welche der Plattformen favorisierst du persönlich und weshalb? 🙂

    Antwort
    • Hallo Alexandra,
      Ja, mit den genannten Erfolgsfaktoren hast du Recht. Exklusivität zieht eben doch noch ganz gut bei T-Shirts, besonders da heutzutage ja eh jeder zweite mit den selben H&M-Shirts rumläuft 😉
      Ich persönlich favorisiere Qwertee. Weshalb ich sie hier auch mit in die Betrachtung aufgenommen habe und schon seit Jahren täglich den Newsletter anschaue. Mir gefallen die dort präsentierten Motive häufig sehr gut, auch wenn ich sagen muss, dass ich zur Zeit etwas enttäuscht bin, da mir die Motive der letzten Tagen/Woche eher weniger zusagen. Geht dir das ähnlich? Du hast den Newsletter ja auch abonniert, wie du in einem anderen Kommentar angegeben hast.
      Außerdem ist Qwertee wirklich sehr viel günstiger als beispielsweise Spreadshirt.
      Wenn ich allerdings ein ganz persönliches Produkt (bspw. für einen Geburtstag) benötige, dann würde ich aber doch wieder auf Spreadshirt zurückgreifen, da man die Möglichkeit einer individuellen Produktgestaltung bei Qwertee nicht besitzt.

      Antwort
      • Ja, da hast du wohl recht. Etwas individuell anfertigen, lässt sich nichts bei Qwertee aber ich denke, dass das ja auch irgendwo zum Konzept gehört und ihnen wahrscheinlich die Druckkosten niedrig hält oder so? Ich weiß es nicht so recht 😀
        Ich muss sagen, dass mich die Motive von Qwertee auch immer sehr ansprechen, wie du weißt, bin ich im tiefsten Herzen auch ein großer Pokemon-Fan (obwohl mich die Motive der letzten Zeit auch nicht so umgehauen haben;) )
        Der Preis spielt für mich auch eine große Rolle, sowie auch die Exklusivität, denn man wird ja schon öfter mal angesprochen, woher man das coole Shirt habe ;D

  1. Abschlussbetrachtung Teil 1 – eine Übersicht der aufgezeigten Beispiele | Crowdcreation
  2. Abschlussbetrachtung Teil 2 – Fazit | Crowdcreation

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