Zwischenfazit

Hallo liebe Leser,

Wie in meinem letzen Beitrag bereits angekündigt, möchte ich euch mit diesem Eintrag einmal einen zusammenfassenden Überblick über das bisher Geschehene geben.
Ich werde einmal aufzählen, welche Plattformen ich bisher betrachtet habe und wie ich den Verlauf meiner Analyse empfunden habe. Dann widme ich mich dem Kern des ganzen und präsentiere meine bisherigen Ergebnisse zu den Erfolgsfaktoren und werde mit einem Ausblick abschließen.

Was habe ich bisher betrachtet?

Als Einführung habe ich mich erst einmal damit beschäftigt, was digitale Kommunikation eigentlich ist und wie wir diese in unserem Seminar „Digitale Kommunikation“ definiert haben. Zusätzlich habe ich das Thema dieses Blogs bekannt gegeben.
Nachdem sich dann eine Learning-Community gefunden hat, haben wir gemeinsam ein Video erstellt, welches eine generelle Übersicht zu unserem Überthema „Crowdsourcing“ gibt. Anschließend habe ich mich mit dem Buch des „Crowdsorucing-Urvaters“ Jeff Howe auseinander gesetzt und bin dabei auf das von ihm genannte Beispiel iStockphoto eingegangen. Damit war die Einführungsphase beendet und ich habe meine Fragestellung noch einmal konkretisieren können. Zeitgleich begann die Analysephase einzelner Beispiele mit theoretischem Hintergrund.
Nach Betrachtung des ersten Fallbeispiels iStockphoto habe ich mich mit der Ideenplattform Tchibo ideas auseinandergesetzt.
Nun folgte die Betrachtungsreihe zum Thema „Produktgestaltung“. Hierzu habe ich die drei Plattformen Threadless, Spreadshirt und Qwertee vorgestellt und diese Webseiten anschließend bezüglich ihrer digitalen Kommunikation miteinander verglichen.
Daraufhin folgte mein sechstes Beispiel – Pril. Diese Analyse zeigte einmal die Gefahren auf, die mit missglückten Crowdcreation-Projekten einhergehen können.
Das siebte Exempel zeigte eine erfolgreich verlaufende Kampagne von Beck’s auf.

Diesen Ablauf könnt ihr auch auf meiner Unterseite „Inhaltsübersicht“ einsehen. Dort habe ich meinen bisherigen Verlauf einmal dargestellt und werde fortlaufend alle weiteren Einträge einsortieren.

Wie verlief die bisherige Analyse?

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Fragestellung sowie dem genauen Aufbau dieses Blogs, hatte ich mich spätestens mit der Betrachtungsreihe zu den Plattformen der Produktgestaltung an das regelmäßige Bloggen gewöhnt.
Schade war allerdings, dass es zu dem Thema Crwodcreation bisher nur sehr wenig Literatur gibt. Das Oberthema Crowdsourcing bietet da schon etwas mehr Material, allerdings wird auch hier nur am Rande auf kreative Aktionen eingegangen. Daher war es für mich oft notwendig mich auf andere Blogs und ähnliche Online-Quellen zu beziehen.
Auffällig war auch, dass ich anfänglich weniger detailliert bei den Beispielanalysen vorgegangen bin. Doch je mehr ich mich mit den einzelnen Plattformen beschäftigt hatte, desto umfangreicher und konkreter wurden auch meine Analyseergebnisse. Das führte allerdings auch dazu, dass das Verfassen eines Blogeintrags mehr Zeit in Anspruch nahm. Ich hatte zu Beginn des Seminars nicht bedacht, dass es möglicherweise aufwendiger ist, viele einzelne Crowdcreation-Beispiele zu betrachten, als sich nur einem Fallbeispiel zu widmen. Jedoch ist das bei der von mir gewählten Fragestellung nicht anders möglich.

Was sind meine bisherigen Ergebnisse bezüglich der Erfolgsfaktoren?

Noch einmal zur Erinnerung…
Der Leitgedanke für diesen Blog lautet:
Was genau braucht ein Unternehmen oder eine Privatperson eigentlich, um eine erfolgreiche Crowdcreation-Kampagne durchführen zu können? Gibt es Faktoren, die besonders erfolgsversprechend sind? Und was sollte man bei einem solchen Projekt besser vermeiden?

Mit Hilfe der betrachteten Literatur und den betrachteten Beispielen ergeben sich zum jetzigen Zeitpunkt folgende Faktoren für das erfolgreiche Bestreiten einer Crwodcreation-Kampagne bzw. -Plattform:

  • genaue Zieldefinition des Projektes entwickeln (klares und einfaches Konzept)
  • die richtige Zielgruppe wählen
  • Anreize zum Mitmachen schaffen (monetäre, persönliche, …)
  • die Community anleiten
  • Aufgaben einfach gestalten
  • den Nutzern eine Stimme geben (in Abstimmungen mit einbeziehen)
  • den Nutzern die Möglichkeit geben, eigene Ideen einzubringen / zu entwerfen
  • Präsenz auf beliebten Social Media-Plattformen zeigen
  • Beiträge auf die Zielgruppe abstimmen – (gerne auch kreativ sein – die Crowd soll schließlich auch kreativ werden)
  • die Community bei Aufgaben auf dem Laufenden halten (Deadlines etc.)
  • verwendete Software, sollte einfach zu handhaben sein –> gute Usability
  • regionale Unterschiede beachten – möglicherweise ist es von Nöten, die Plattform(en) dementsprechend anzupassen
  • regelmäßiger Kontakt zur Crowd

Der wohl wichtigste Faktor ist, dass zu Beginn einer Kampagne oder eines Projekts dieses genau definiert wird. Ein klares und einfaches Konzept muss vorliegen, welches auch für die Teilnehmenden einfach zu verstehen ist.
Besonders das Beispiel von Qwertee hat sehr schön gezeigt,wie wichtig aber auch die richtige Zielgruppenansprache ist. Bei Crowdcreation oder Crowdsourcing allgemein steht und fällt ein Projekt mit den Nutzern, die sich an dieser Aktion beteiligen. Daher ist es besonders wichtig, die richtige Zielgruppe zu anzusprechen und diese dann auch zu halten. Social Media-Kanäle, insbesondere Facebook, bieten für die Kommunikation zur Crowd die beste Plattform. Hier lässt sich die Teilnahme an Crowdcreation-Aktionen am einfachsten für die Nutzern in ihren Alltag integrieren.
Der regelmäßige Kontakt zur Community sowie der offene Dialog bzw. das Offenlegen der Spielregeln für den Wettbewerb sind ebenfalls von zentraler Bedeutung. Bezüglich dessen zeigte das Negativ-Beispiel von Pril sehr gut auf, welche gravierenden Folgen es haben kann, wenn man während einer Kampagne in den Abstimmungsprozess eingreift.
Mein bisher letztes Beispiel von Beck’s hat auch deutlich gemacht, dass es von Vorteil sein kann, wenn man bereits eine große Fanbase hat bzw. die Marke unter der das Crowdcreation-Projekt läuft bereits ein starkes Image aufweist.

Zusammenfassend als Do’s and Don’ts  könnt ihr diese Punkte auch auf der Unterseite „Ergebnisse“ nachlesen. Auch hier versuche ich stetig meine neuen Erkenntnisse aufzunehmen.

Was folgt?

Da ich mich bei meinen letzteren Betrachtungen hauptsächlich auf Einzel-Kampagnen konzentriert habe, möchte ich mich in der nächsten Zeit mit Plattformen auseinandersetzen, die unterschiedliche Projekte (teilweise) zeitgleich betreuen und daher mit mehrere Unternehmen kooperieren. Eingehen möchte ich unter andrem noch auf die Website unserAller sowie auf die Designplattform 12designer.

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11 Kommentare

  1. Hey Tanja,

    du hast in der kurzen Zeit schon echt viel geschafft und viele Analysen gemacht! Respekt dafür erst einmal! Ich finde, dadurch, dass du so viele Kampagnen und sowohl Negativ- als auch Positiv-Beispiele bringst, wirkt das Ganze viel runder, weil du ja dein Ziel, also die Erfolgsfaktoren, aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachtest.

    Ich habe nochmal eine Frage zu den Erfolgsfaktoren: Was genau meinst du mit den regionalen Unterschieden? Kannst du mir da vllt ein bisschen auf die Sprünge helfen? 😀

    Antwort
    • Hallo Alexandra,
      Vielen Dank für deine Einschätzung. 🙂

      Mit regionalen Unterschieden meine ich einfach die unterschiedliche Ansprache der Nutzer nach der Region, in der sich leben.
      Das Beispiel Spreadshirt hat gut gezeigt, wie wichtig das sein. Die kommunizieren mit ihrem amerikanischen Markt beispielsweise verstärkt über Twitter. Aufgrund der geringeren Nutzerzahlen in Deutschland, würde dieselbe Ansprache für den deutschen Markt wenig Sinn machen.
      Stattdessen spricht Spreadshirt den europäischen Markt verstärkt über Facebook an. Sie besitzen auch unterschiedliche Fanpages für die USA sowie für Deutschland.
      Auch bei ihren YouTube-Kanälen selektieren sie nach Regionen.
      Und ich denke, dass es wirklich sehr sinnvoll ist, die unterschiedlichen Zielgruppen nach ihren präferieren Kanälen anzusprechen, um eine größtmögliche Reichweite zu haben. So ist dann auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass ein Crowdcreation-Projekt erfolgreich abläuft.

      Antwort
      • Achso, ja gut. Danke für die Antwort. Das klingt logisch, ich hab bei regional eher an Bundesländer gedacht, keine Ahnung warum 😀

  2. Hi Tanja,
    auch ich muss dir meinen Respekt aussprechen. Super, was du schon alles analysiert hast. Da ich mich in meinem Blog sehr intensiv mit dem Beispiel Tchibo ideas auseinander gesetzt habe, finde ich es umso interessanter deine Analysen bzgl. der Erfolgsfaktoren von Crowdcreation Kampagnen zu lesen. Aus diesem Grund habe ich in meinem Blog noch einen Eintrag verfasst und deine herausgearbeiteten Erfolgsfaktoren direkt auf Tchibo ideas bezogen. D.h. ich habe Tchibo ideas auf deine Erfolgsfaktoren hin überprüft und geschaut, welche davon zutreffen und welche nicht (http://tmantel.wordpress.com/2014/02/08/nachtrag-zum-fazit-welche-erfolgsfaktoren-fur-crowdcreation-projekte-treffen-bei-tchibo-ideas-zu/). Ich konnte diese Überprüfung sehr gut vornehmen, was zeigt, wie realistisch deine Einschätzungen und Analysen sind.
    Da bei mir sehr viele deiner Erfolgsfaktoren zutreffend waren, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass Tchibo ideas ein erfolgreiches Crowdcreation-Projekt ist.
    Meinst du, es gibt eine bestimmte Anzahl an Erfolgsfaktoren, die zutreffen müssen, dass man sagen kann „Diese Plattform ist erfolgreich“? oder denkst du, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege, da ich einfach davon ausgegangen bin, wenn ich den Großteil deiner Erfolgsfaktoren mit „Ja“ beantworten kann, ist das Projekt erfolgreich?

    Antwort
    • Hallo Tanja,
      Schön zu hören, dass du dich auch mit meinen Erfolgsfaktoren auseinandergesetzt hast.
      So lässt sich auch für mich besser einschätzen, ob meine Ergebnisse in der Praxis bestehen könnten. Danke dafür.
      Ob es eine bestimmte Anzahl von Erfolgskriterien gibt, die ein Unternehmen oder ein Projekt erfüllen muss, um erfolgreich zu sein, finde ich derzeit noch schwierig zu beantworten. Ich denke zwar schon, dass es logisch ist, je mehr Erfolgsfaktoren erfüllt sind, dass es dann wahrscheinlich ist, dass es sich um ein erfolgreiches Projekt handelt, dennoch denke ich, dass man sich eine Gewichtung der einzelnen Faktoren überlegen müsste, um einen Grenzwert festlegen zu können.
      Einige Faktoren, wie beispielsweise die richtige Zielgruppenwahl sowie die genaue Zieldefinition des Projekts, halte ich für wesentlich bedeutender als regionale Unterschiede zu beachten oder Aufgaben einfach zu gestalten.
      Wenn ein Unternehmen nämlich nicht von Beginn an definiert, was eigentlich Ziel des Projekts ist oder sie nicht wissen, wer eigentlich die beste Zielgruppe für eine Kampagne ist, dann ist die Gefahr größer, dass das Projekt missglückt, als wenn die gestellte(n) Aufgabe(n) etwas umfangreicher sind oder schwieriger zu bearbeiten sind. Denn das könnte möglicherweise auch ein Anreiz darstellen. Wenn aber versucht wird eine Crowdcreation-Kampagne für die Gestaltung eines neuen Logos für einen Hörgeräte-Herstellers über Twitter zu kommunizieren, ist es wahrscheinlich, dass die Zielgruppe dort gar nicht aktiv ist oder Twitter auch nicht die richtige Plattform ist um Design-Vorschläge einzureichen.
      Aber mit genau dieser Gewichtung der einzelnen Faktoren werde ich mich zum Abschluss meiner Betrachtung noch einmal beschäftigen. Gern kannst du dir dann meine Ergebnisse erneut anschauen und mir mitteilen, wie sinnvoll du diese empfindest 🙂

      Antwort
  3. ricardabohn

     /  Februar 8, 2014

    Hallo Tanja,
    großes Lob auch von meiner Seite 😉 Du hast in den letzten Monaten wirklich schon viel erarbeitet und ich finde es spannend, dass du das Thema Crowdcreation nicht nur anhand einer Kampagne sondern mit Hilfe verschiedener Beispiele beleuchtest. Daher bin ich auch schon auf die folgenden Beiträge gespannt, weil ich die Website und die Plattform bisher überhaupt nicht kenne!

    Antwort
  4. Hallo Tanja,
    ich kann mich Tanja, Ricarda und Alexandra nur anschließen. Eine sehr gelungen Analyse verschiedenster Projekte, die du bisher gezeigt hast.
    Einige deiner Erfolgsfaktoren sind meiner Ansicht nach auf alle Crowdsourcing- Projekte anwendbar, wie beispielsweise die genaue Zieldefinition des Projektes, der regelmäßige Kontakt zur Crowd und die Auswahl der richtigen Zielgruppe. Auch bei Crowdfunding- und Investing Projekten trifft dies sehr gut zu.
    Ich finde es auch interessant das facebook, unter den Social Media Kanälen, in deinen Crowdcreation Untersuchungen am häufigsten eingesetzt wurde. Ricarda und ich konnten diesen Aspekt bereits in unseren Analysen feststellen. 😉 Eine kontroverse zur derzeitigen Diskussion über Rückläufige Nutzerzahlen und Verlagerung der Kommunikation auf andere Kanäle….
    Ich bin auf deine weiteren Beiträge sehr gespannt 🙂

    Antwort
    • Hallo Elisa,
      Schön zu hören, dass ihr mit euren Themen ähnliche Erfolgsfaktoren entdecken konntet. Das zeigt einmal wieder schön auf, wie ähnlich sich die einzelnen CROWD-Gebiete sind, obwohl sie im Endeffekt unterschiedliche Ziele verfolgen.

      Antwort
  1. Nachtrag zum Fazit: Welche Erfolgsfaktoren für Crowdcreation-Projekte treffen bei Tchibo ideas zu? « Crowdcreation als digitaler Kommunikationsprozess
  2. Abschlussbetrachtung Teil 1 – eine Übersicht der aufgezeigten Beispiele | Crowdcreation
  3. Abschlussbetrachtung Teil 2 – Fazit | Crowdcreation

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