Abschlussbetrachtung Teil 2 – Fazit

Hallo zurück.

Der folgende Beitrag soll an dieser Stelle der letzte sein, welchen ich ihm Rahmen des Seminars „Digitale Kommunikation“ auf diesem Blog veröffentliche.

Abschließend möchte ich nun einmal meinen gesamten Analyse-Verlauf rückblickend betrachten. Dabei werde ich mich nicht speziell auf einzelne Corwdcreation-Beispiele beziehen, denn dieses habe ich bereits mit meinem vorherigen Beitrag Abschlussbetrachtung Teil 1 – eine Übersicht der aufgezeigten Beispiele getan.

Als wir im Oktober 2013 von unserem Dozenten die Aufgabe erhielten einen Blog zu führen, welcher sich mit digitaler Kommunikation befasst, dachte ich, „dass kann doch so schwer nicht sein.“ Doch nachdem allen Seminar-Teilnehmern bewusst geworden war, dass es hier nicht einfach nur darum ging, einen Blog zu schreiben, sondern dass dieser auch noch sinnvoll mit Inhalten gefüllt werden soll, die aufeinander aufbauen und letztendlich eine Leit- oder Forschungsfrage beantworten, da war der Gedanke schnell wieder verschwunden. Auch die Themenfindung bzw. die Wahl der konkreten Leitfrage fiel gar nicht so einfach.
Somit habe ich diesen Blog erst einmal damit begonnen digitale Kommunikation zu definieren bzw. aufzuführen, wie wir diese in unserem Seminar untergliedert hatten.
Nach dieser Einteilung zufolge, hab ich mich also für einen Unterpunkt der externen Unternehmenskommunikation entschieden – Crowdsourcing. Da sich diese Thematik aber noch in viele Unterkategorien einteilen lässt, habe ich schlussendlich beschlossen, diesen Blog über das Thema Crowdcreation zu führen.
Nachdem diese grundlegende Frage erst einmal geklärt war, habe ich auch relativ schnell eine passende Learning-Community gefunden. Anfänglich waren wir zu viert. Dabei haben sich Ricarda und Ina mit Crowdfunding auseinander gesetzt und Elisa mit dem Unterpunkt Crowdinvesting. Im Verlauf des Seminars ergab es sich, dass auch noch zwei weitere Kommilitoninnen zu unserer Community hinzu kamen. Tanja M. befasste sich ebenfalls mit dem Thema Crowdcreation. Allerdings speziell auf das Beispiel Tchibo ideas zugeschnitten, welches ich auch beispielhaft betrachtet habe. Verena schrieb ihren Blog zum Überthema Crowdsourcing und verwies dabei auch auf einige Crowdcreation-Beispiele. Alles in allem waren wir also ein sehr stimmige Learning-Community. Wir haben viel untereinander kommentiert und konnten teilweise auch gut über bestimmte Thematiken diskutieren, da sich all unsere Themengebiete bei dem Überthema Crowdsourcing zusammenfinden und damit viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Außerdem bietete uns das auch die Möglichkeit aufeinander zu verweisen bzw. die Ergebnisse des anderen in den eigenen Analyseprozess mit einzubeziehen.
So haben meinen Kommilitoninnen mich auch tatkräftig bei der Suche nach Erfolgsfaktoren unterstützt und mir hilfreiche Anregungen dafür genannt (bspw. beim Eintrag ‚Leitgedanke und Ergebnissdarstellung‚).
Ich selbst konnte auch einmal einen spannenden Beitrag von Tanja M. rebloggen, die sich in dem genannten Eintrag mit dem Thema ‚Crowdcreation als Innovationsmanagement‚ auseinandersetzte. Sie stellte hier auch einen Vergleich bezüglich dem Zeitaufwand und den anfallenden Kosten zwischen Crowdcreation und den anderen Crowdsourcing-Arten, wie Crowdvoting oder Crowdfunding an. Somit wurde deutlich, dass es doch auch ein paar Unterschiede zwischen den Themen unserer Learning-Community gibt.

Bevor wir uns aber in unseren eigenen Themengebieten vertieften, produzierten wir noch ein Video, welches den Einstieg in das Themenfeld des Crowdsourcing für alle Beteiligten und Blog-Leser vereinfachten sollte.
Und anschließend ging es dann wirklich los mit der eigenen konkreten Themenfindung und den ersten Literaturrecherchen. Ich habe mir also das Buch “Crowdsourcing – why the power of the crowd is driving the future of business” von Jeff Howe, dem ‚Urvater‘ des Crowdsourcing in unserer Uni-Bibliothek ausgeliehen. In diesem Buch konnte ich neben vielen interessanten Informationen bezüglich des Themas auch schon nützliche Hinweise zu Crowdcreation-Beispielen (u.a. iStockphoto und Threadless) finden.
Während ich also dieses Buch verschlang, wurde mir auch deutlich, was genau ich eigentlich mit meiner Arbeit analysieren möchte. Ich wollte Erfolgsfaktoren für Crowdcreation-Projekte und -Plattformen ermitteln.

Meine Leitfrage hieß dann:
Was genau braucht ein Unternehmen oder eine Privatperson eigentlich, um eine erfolgreiche Crowdcreation-Kampagne durchführen zu können? Gibt es Faktoren, die besonders erfolgsversprechend sind? Und was sollte man bei einem solchen Projekt besser vermeiden?

Ein Hauptgrund für die Wahl dieser Frage war, dass ich in dem Buch von Howe auf die 10 Regeln des Crowdsourcing (von Howe) gestoßen bin. Diese stellten wirklich schon eine gute Grundlage für meine Erfolgsfaktoren dar (siehe dazu Crowdsourcing – why the power of the crowd is driving the future of business).
Nachdem also meine Fragestellung gefunden war, konnte ich richtig in die Analysephase der Beispiele einsteigen. Insgesamt habe ich dabei 10 unterschiedliche Crowdcreation-Beispiele betrachtet. Besonders Freude bereitet hat mir dabei beispielsweise die Reihe von Plattformen zur Produktgestaltung. Obwohl der Grundgedanke der Plattformen recht ähnlich ist, setzten alle 3 Webseiten ihre Konzepte ganz unterschiedlich um (für nähere Informationen: Abschließende Bewertung der drei vorgestellten Plattformen Threadless, Spreadshirt & Qwertee).
Auch die Betrachtung eines missglückten Projektes (Pril), hat mir für die Entwicklungen von Do’s and Don’ts beim Umgang mit Crowdcreation wirklich geholfen. So konnte ich die positiven Aspekte der anderen Kampagnen besser einschätzen bzw. wertschätzen.
Mitten in meinem Analyseprozess habe ich auch einmal meine bis zu dem Zeitpunkt betrachteten Beispiele zusammengefasst und meine gesammelten Ergebnisse vorgestellt (siehe dazu: Zwischenfazit). Hier bin ich bereits auf die äußeren Umstände eingegangen, nämlich, dass es aktuell eher wenig Literatur zu der Thematik Crowdcreation gibt und es daher für mich nötig war, mich viel auf online Quellen zu beziehen. Alle meine verwendeten Quellen finden sich auch auf meiner Unterseite Quellen.
Bei dem erwähnten Zwischenfazit bin ich bereits auch auf den Zeitfaktor für das Schreiben dieses Blogs eingegangen. Auch die letzten Tage haben wieder viel Zeit für die Pflege des Blogs in Anspruch genommen. Grund dafür war zum Einen, dass ich bei meinem letzen Beispiel noch die Möglichkeit bekommen hatte, 2 schriftliche Interviews mit Projekt-Teilnehmern zu führen (siehe: BILLY BOY Hot Spots – 2 Interviews) und dass es sich wirklich schwierig gestaltet hat, die 10 vorgestellten Beispiele miteinander zu vergleichen und alle veröffentlichten Beiträge zu resümieren.
Obwohl ich mein Thema wirklich spannend fand bzw. immer noch finde, würde ich mir bei einer ähnlichen Aufgabe vermutlich im Vorfeld mehr Gedanken darum machen, wie aufwendig es ist, mehrere Beispiele zu betrachten und sie miteinander zu vergleichen, anstatt sich nur auf ein konkretes Fallbeispiel zu beziehen.

Aber noch einmal kurz zurück zum Verlauf meiner Analyse.
Ziemlich zum Ende hin, bin ich auch noch auf den Punkt des ‚Markenimage‚ aufmerksam geworden, weshalb ich mich auch noch detailliert mit dem Buch „Marken im Web 2.0“ auseinandergesetzt habe. In diesem Buch wurde zwischen schwachen und starken Marken unterschieden. Eine Unterscheidung, die ich auch für den Crowdcreation-Prozess sehr sinnvoll finde und den man in einer weiterführenden (Forschungs-)Arbeit weiter verfolgen könnte. Somit würden sich vielleicht auch unterschiedliche Handlungsempfehlungen für die jeweilige Gruppe aufstellen lassen. Da ich in meiner Analyse erst sehr spät auf diesen Punkt aufmerksam geworden bin und auch ’nur 10 Beispiele‘ betrachtet habe, war es mir im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich näher darauf einzugehen. Daher sind meine genannten Erfolgsfaktoren für Crowdcreation-Projekte aller Art gedacht. Ich möchte aber auch an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich mit meiner hier präsentierten Erfolgsfaktoren-Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhebe. Es ist durchaus möglich, dass mir bei meinen Analysen (Interpretations-)Fehler unterlaufen sind oder sich einige Punkte aufgrund der Schnelllebigkeit der Thematik bereits geändert haben. Dennoch halte ich die von mir entwickelten Faktoren für sinnig und durchaus praxisrelevant. Die komplette Liste für meine Handlungsempfehlungen findet ihr auf der Unterseite Ergebnisse.

So. Abschließend bleibt mir nur noch ein zu sagen: Danke. Ich danke meiner Learning-Community für die spannenden Diskussionen und die oftmals wirklich fundierten Kommentare zu meinen Einträgen. Mich hat das Interesse aller Leser an dieser Thematik wirklich überrascht und bin dankbar für über 200 Kommentare (wobei hier scheinbar auch gesetzt Verlinkungen mitzählen 😉 ), die sich so auf meinem Blog angesammelt haben. Ebenfalls danken möchte ich auch Alexandra und Katarina, die sich auch wirklich intensiv an meinem Blog beteiligt haben, obwohl ihre Themen stark von meiner gewählten Thematik abweichen.
Ich hoffe euch hat die Zusammenarbeit genauso viel Freude bereit wie mir und ich konnte euch mit meinen abwechslungsreichen Beispielen gut unterhalten.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Auf Wiedersehen 🙂

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Abschlussbetrachtung Teil 1 – eine Übersicht der aufgezeigten Beispiele

Hallo und herzlich Willkommen zurück.
Heute werde ich damit beginnen die Arbeit auf diesem Blog zu beenden.
Im ersten Teil dieser Abschlussbetrachtung möchte ich noch einmal meine aufgezeigten Beispiele und den dazugehörigen Analyseverlauf reflektieren und dabei auch die einzelnen Projekte und Plattformen miteinander vergleichen.

Allgemein lässt sich erst einmal festhalten, dass meine inhaltliche Struktur bei der Präsentation der Beispiele mit der Zeit immer übersichtlicher wurde. Bei meinen erst genannten Beispielen hatte ich noch keine feste Analysestruktur im Kopf, weshalb diese noch die wichtigen Informationen im Fließtext ohne Unterpunkte enthalten. Letztendlich kristallisierten sich dann aber folgende Unterkategorien heraus: Ich habe erst immer Allgemeines zu dem Projekt oder der Plattform beschrieben, bin anschließend auf das dort vorherrschende Konzept eingegangen (manchmal anhand eines Fallbeispieles) und habe mich dann der digitalen Kommunikation des Projektinitiators bzw. des Plattformbetreibers gewidmet. Abgeschlossen habe ich die Betrachtungen mit einem kleinen Fazit und den Erfolgsfaktoren des Projekts/der Plattform.

Mit meinem letzten Satz wird bereits deutlich, dass ich einmalige Crowdcreation-Projekte untersucht habe, wie auch Plattformen, deren Tagesgeschäft Crowdcreation (kurz CC) ist. Meine gesammelten Analyseergebnisse (siehe Ergebnisse) habe ich für beide Fälle angegeben, da es wenig Sinn macht, diese getrennt voneinander zu betrachten.
Ich habe bereits im Verlauf der Analyse zwei zusammenfassende Einträge bezüglich der Beispiele veröffentlicht. Zum einen habe ich meine Betrachtungsreihe der Produktgestaltungs-Plattformen mit einem vergleichenden Beitrag beendet (siehe Abschließende Bewertung der drei vorgestellten Plattformen Threadless, Spreadshirt und Qwertee) und in meinem Zwischenfazit bin ich bereits auf meine bisherigen Beispiele und die resultierenden Erfolgsfaktoren eingegangen (siehe dazu: Zwischenfazit).

Letzendlich habe ich auf diesem Blog insgesamt 10 Beispiele für Crowdcreation vorgestellt. Jedes einzelne Beispiel war auf seine ganz eigene Art und Weise besonders und hat sich von allen anderen Beispielen unterschieden (genaueres dazu: siehe unten). Hier einmal eine Auflistung der Beispiele:

  1. iStockphoto
  2. Tchibo ideas
  3. Threadless
  4. Spreadshirt
  5. Qwertee
  6. Pril
  7. BECK’s
  8. 12designer
  9. unserAller
  10. BILLY BOY

Von diesen Zehn handelt es sich bei 3 Fällen (Pril, BECK’s & BILLY BOY) um einmalige Kampagnen und die anderen 7 Beispiele stellen Plattformen dar, die täglich mit der Crowd zusammenarbeiten. Bei den hier vorgestellten Unternehmen handelt es sich um 7 deutsche Firmen, 2 amerikanische und ein Unternehmen aus Irland. Von diesen 10 sind aber nur 7 europa- oder weltweit aktiv. Aktiv meint in diesem Zusammenhang jedoch nicht zwangsläufig, dass ihre CC-Projekte europa- bzw. weltweit laufen, sondern lediglich das das Gesamtunternehmen so agiert.
Doch schauen wir uns jetzt einmal an, was die einzelnen Beispiele unterscheidet und wie die jeweiligen Unternehmen ihre digitale Kommunikation handhaben.

Die großen Unterschiede der Konzepte
Punkte, in denen sich all diese Beispiele bezüglich der Konzepte voneinander unterscheiden, sind beispielsweise die angesprochenen Zielgruppen oder die Vergütung der Gewinner.
Bei den Zielgruppen ließen sich Personengruppen finden, wie Fotografen, (Sport-)Vereine, Nerds, Unternehmen oder einfach nur junge Kreative. Die Vergütung der Crowdcreation-Gewinner waren zwar meistens monetärer Art, doch auch Prestige und materielle Entlohnungen waren bei den Beispielen vorhanden.
Auffällig war auch, dass einige Initiatoren oder Plattformen-Betreiber ganz offen mit ihren bisherigen Nutzerzahlen, Anzahlen der Einsendung etc. umgehen/umgingen und andere keine dieser Werte der Crowd bekannt geben wollen.

Die digitale Kommunikation im Vergleich

  • genutzte Social Media-Kanäle

Facebook, als der beliebteste Social Media-Kanal, wurde von 9 von 10 der Initiatoren für die Kommunikation mit der Crowd genutzt. Die einzige Plattform, die Facebook nicht genutzt hat, ist Tchibo ideas. Diese Webseite ist allerdings auch die einzige Seite, die gar keine Social Media-Kanäle nutzt.
Twitter wird von den genannten Beispielen am zweithäufigsten genutzt (6 von 10). YouTube wurde immerhin noch von der Hälfte genutzt und Google+ von 4 der 10 Initiatoren. Da die Kommunikation über Google+ aber bei dem Großteil der vier erwähnten Beispiel eingeschlafen ist bzw. keine Interaktion mit der Crowd stattfindet, ist dieser Kanal zu vernachlässigen.
Bei den 3 Beispielen für die Produktgestaltung (Threadless, Spreadshirt und Qwertee) ist diesbezüglich auffällig gewesen, dass diese Drei noch weitere Social Media-Kanäle bedienen. Sie sind auch auf Pinterest, Flickr, Tumblr, Instagram oder Vimeo vertreten. Bei dieser Art von Crowdcreation scheint die bildliche Darstellung der eingereichten Shirts u.ä. besonders gut bei der Crowd anzukommen. Threadless stellt hierbei mit 7 genutzten Social Media-Kanälen den Spitzenreiter dar. Im Schnitt nutzen die Initiatoren allerdings nur 3,2 solcher Kanäle.

Die Häufig- und Regelmäßigkeit der Postings auf den einzelnen Social Media-Plattformen unterscheidet sich ebenfalls stark. Bei CC-Plattformen, die täglich neue Einsendungen von der Crowd erhalten und somit recht schnelllebige Projekte betreuen (bpsw. die Plattformen zur Produktgestaltung), ist auch das Postingverhalten auf Facebook an diesen Umstand angepasst. Somit wird auch hier täglich mit der Crowd interagiert, sie über neue Challenges, Designs etc. informiert.
Bei etwas längerfristigen Projekten werden auch die Zeitabstände der veröffentlichten Beiträge größer.

Besonders auffällig waren hierbei BECK’s und BILLY BOY. Obwohl es sich bei den beiden genannten Fällen um Einzelprojekte handelt, welche über mehrere Wochen liefen, fallen die Abstände der Postings bei BECK’s ähnlich aus, wie auch bei den Plattformen zur Produktgestaltung. Auch dieses Brauerei-Unternehmen interagiert nahezu täglich mit der Crowd, auch wenn es dabei nicht immer um die Kampagne ging. Bei BILLY BOY waren unerwartet gar keine werbenden Beiträge zu ihrem CC-Projekt zu finden. Lediglich ein paar Einsendungen wurden vorgestellt.

Um euch mal einen kleinen Überblick über den ‚Erfolg‘ der einzelnen Projekte auf der meistgenutzten Social-Media-Plattform Facebook zu ermöglichen, folgt hier einmal eine grafische Darstellung der Likes. Wie bereits erwähnt, gibt es keine Facebook-Seite von Tchibo ideas, weshalb diese Plattform in der Grafik nicht erscheint. Um die Werte auch besser miteinander vergleichen zu können, habe ich alle Zahlen noch einmal nachrecherchiert (alle Quellenangaben dazu: siehe unten).
LikesFB

(Bildquelle: eigene Darstellung)

Gründe, weshalb Threadless so überdurchschnittlich gut abschneidet, sind vermutlich, dass es sich bei dieser Plattform um ein amerikanisches Unternehmen handelt, welches weltweit agiert. Die Zielgruppe ist sehr groß, sodass praktische ‚jedermann‘ auf Threadless mitmachen kann. Außerdem bedienen sie die meisten Kommunikationskanäle und interagieren dort täglich mit ihrer Community. Dabei muss man aber auch bedenken, dass Threadless mit zu den ersten Plattformen gehört, die überhaupt in dieser Art und Weise mit der Crowd zusammenarbeiten. Diese Plattform kann somit als Vorreiter für viele andere gesehen werden.

  • andere Kommunikationskanäle

Weitere Kanäle, die häufig genutzt werden, um mit der Crowd zu interagieren oder diese über das Projekt zu informieren sind Newsletter (4/10) oder Blogs (6/10) auf den Projektwebseiten/Plattformen. Ein Initiator nutze auch ein Forum, trotz vorhandenem Blog. Ein Kommunikationskanal, der mich persönlich sehr überrascht hat, war der Live-Chat vom 12designer-Team. Ein solches Tool ist aufgrund seiner unverzögerten Ansprache der Kunden oder Kreativen sehr aufwendig zu betreiben, hat jedoch auch den Vorteil, Probleme unmittelbar zu beheben und somit die Zufriedenheit der Nutzer hoch zu halten.

Und nun der Erfolg ?!

Ich habe mir viele Gedanken darum gemacht, ob nun letztendlich alle meine vorgestellten Projekte (außer das Negativ-Beispiel Pril) erfolgreich waren bzw. immer noch sind. Um mir einmal einen Überblick zu verschaffen, habe ich alle meine herausgearbeiteten Do’s und zusätzlichen Erfolgsfaktoren bezüglich der Projekte/Plattformen betrachtet. Dabei ist eine Tabelle entstanden, die ihr im Folgenden sehen könnt. Ich sage jedoch schon vorweg, dass es mir teilweise wirklich schwer gefallen ist, die einzelnen Faktoren auf  die 10 unterschiedlichen Projekte und Plattformen anzuwenden, da sie sich – wie mehrfach erwähnt – so stark voneinander  unterscheiden. Eine unterhalb der Tabelle angelegte Legende soll das Lesen dieser Darstellung vereinfachen.

 VergleichAllerBSPs

(Bildquelle: eigene Darstellung)

Nach dieser Einteilung erhält unserAller die meisten grünen Punkte, dicht gefolgt von Threadless. Und wie zu erwarten bekommt Pril die meisten roten Punkte. Ein Grund dafür, dass die anfänglich betrachteten Plattformen und Projekte nur recht durchschnittlich abschneiden, kann allerdings auch sein, dass ich mich zu Beginn meiner Analysephase mit bestimmten Aspekten der Webseiten bzw. der Konzepte und der digitalen Kommunikation nicht so detailliert befasst habe, wie ich es bei den späteren Beispielen tat.
Die vermutlich erfolgreichste Plattform bei meiner Analyse ist Threadless. Nicht nur bei der tabellarischen Betrachtung schneidet diese Seite sehr gut ab, sondern auch, wenn man die Teilnehmerzahlen und die Anzahl der eingereichten Entwürfe betrachtet, wird der Erfolg dieser Plattform deutlich. Diese Seite besitzt über eine Million Nutzer und verzeichnet mittlerweile mehr als 225.000 Designs (vgl. vorherigen Beitrag zu Threadless) und außerdem haben sie die meisten Likes auf Facebook und bedienen die meisten Kommunikationskanäle.
Die Plattform unserAller schneidet nicht ohne Grund bei meiner grafisch dargestellten Analyse so gut ab. Viele der genannten Erfolgsfaktoren werden von dieser Plattform umgesetzt. Allerdings ist diese Webseite vermutlich noch zu unbekannt und ist noch nicht lang genug am Markt etabliert, um sich mit einem „Urgestein“ wie Threadless wirklich messen zu können. Ähnliche sehe ich es auch bei anderen Projekten, die wahrscheinlich noch nicht genug Erfahrung auf diesem Gebiet aufweisen können. Doch auch allen Neulingen stehen noch alle Erfolgschancen offen. Die Plattform Qwertee gehört beispielsweise auch zu den jüngeren Initiatoren und ist dafür aber schon ausgesprochen beliebt.
Ich persönlich denke, dass all die von mir betrachten Beispiele noch die Möglichkeit haben, ihre Crowd auszuweiten und den Erfolg ihrer Unternehmung zu steigern – dafür sprechen beispielsweise auch die bereits in den paar Wochen veränderten Nutzerzahlen und Likes, die sich seit meiner Erstbetrachtung gestiegen sind (bspw. 12designer). Und selbst Pril könnte nochmal einen neuen Versuch wagen und ein neues CC-Projekt starten. Dank meiner Analyse ist die Gestaltung eines erfolgreichen Projekts jetzt ja auch ganz einfach 😉

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Quellen:
12designer (2014). Facebookseite von 12designer, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter https://www.facebook.com/12designer?fref=ts
BECK’s (2014) Facebookseite von BECK’s, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter https://www.facebook.com/becks.de?fref=ts
BILLY BOY (2014) Facebookseite von BILLY BOY, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter https://www.facebook.com/BillyBoyOnline?fref=ts
iStockphoto (2014) Facebookseite von iStock, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter https://www.facebook.com/istock.deutschland?fref=ts
Pril (2014) Facebookseite von Pril, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter  https://www.facebook.com/PrilMENA
Qwertee (2014) Facebookseite von Qwertee, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter  https://www.facebook.com/Qwertee?fref=ts
Spreadshirt (2014) Facebookseite von Spreadshirt, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter  https://www.facebook.com/spreadshirt
Threadless (2014) Facebookseite von Threadless, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter  https://www.facebook.com/threadless?fref=ts
unserAller (2014) Facebookseite von unserAller, Zugriff am 27.02.2014, verfügbar unter  https://www.facebook.com/unserAller?fref=ts

BILLY BOY: Hot Spots

Hallo zurück.
Heute werde ich das letzte Beispiel für ein Crowdcreation-Projekt vorstellen und dabei soll es um die Kampagne Hot Spots von BILLY BOY gehen.

Allgemeines

BILLY BOY ist ein bekannter Kondom- und Gleitgel-Hersteller, welcher von der Firma MAPA GmbH vertrieben wird. Und dieses Unternehmen sitzt in Zeven (Niedersachsen).
Neben Kondomen in unterschiedlichen Farb- und Geschmacksrichtungen stellen sie auch Energy-Drinks, Gleitgel und weitere Fun Toys her.

Ich selbst habe auch schon bei der MAPA GmbH gearbeitet, da Zeven nur einige Kilometer von meinem Heimatort entfernt liegt. Nach meinem Abitur habe ich mir dort für ca. 9 Wochen ein wenig Geld dazu verdient. Jedoch war ich leider nicht für die BILLY BOY-Abteilung eingeteilt 😉
So, aber nun weniger von mir und mehr von der Kampagne …

Die Kampagne

2011 rief BILLY BOY im Rahmen ihrer Hot Spots-Kampagne dazu auf, ein (max.) 60-sekündigen Videospot zu drehen, welcher „neue Ideen, Freiheitsgefühl, Sicherheit und Spaß“ mit dem Produkt vermitteln sollte (vgl. Deutsche Post AG, 2011). Beworben werden sollten dabei die Produktlinie BILLY BOY B² und das BILLY BOY Gleitgel. Dabei war es auch erlaubt die Produkteigenschaften im übertragenen Sinne darzustellen (vgl. MAPA GmbH, 2011).
Es waren also kreative Vorschläge erwünscht und es sollten keine pornografischen Inhalte im Mittelpunkt stehen. Dennoch war hier ein Mindestalter von 18 Jahren für die Teilnahme erforderlich.
Die besten drei Videos wurden dabei mit 5000, 1500 und 1000 EUR prämiert und der Einsendeschluss war (letztendlich) der 31.10.2011(vgl. ebd.).

Bei diesem Projekt wurden die gedrehten Videos zwar durch die Crowd bewertet (Vergabe von max. 10 Sternen) und sie wurde sogar dazu aufgerufen die Videos über soziale Netzwerke zu verbreiten, allerdings hat letztendlich eine Fachjury über die Wettbewerbssieger entschieden (vgl. Deutsche Post AG, 2011 und MAPA GmbH, 2011).

Alle eingereichten Videos könnt ihr euch unter folgendem Link einmal anschauen: BILLY BOY Hot Spots.

Der Umfang der eingereichten Videos war allerdings zur eigentlichen Deadline nicht zufriedenstellend, weshalb die Kampagne verlängert wurde. Letztendlich wurden allerdings 77 Videos eingereicht und der Clip „Und dann kam Billy“ gewann den Wettbewerb (vgl. Deutsche Post AG, 2011).

Hier könnt ihr den Gewinnerspot einmal sehen:


(Quelle: BILLYBOYOnline, Zugriff am 24.02.2014, verfügbar unter http://www.youtube.com/watch?v=1PvofZYZhqQ)

Es gab dabei auch zwei Einreichung aus Ilmenau. Diese haben leider nicht gewonnen, aber doch an unserer Uni gewisses Aufsehen erregt. Wer sich nicht mehr daran erinnern kann, hier einmal die Links: Immer das Richtige dabei + Comfort Drive.

Auch meine norddeutschen Freunde waren bei dieser Kampagne sehr aktiv, sodass es viele Einreichungen aus Hamburg und Umgebung gab. Bei meinen Recherchen bin ich dann drauf gestoßen, dass auch ein alter Schulkollege von mir bei dieser Kampagne mitgemacht hat. Ich habe mich einmal mit diesem in Verbindung gesetzt und werde ihm und auch einem der ilmenauer Produzenten ein paar Fragen bezüglich der Hot Spots-Kampagne stellen. Die Antworten, werdet ihr dann demnächst auch auf meinem Blog lesen können 😉

Laut dem Direkt+Portal der Deutschen Post AG (2011) zählt dieser Wettbewerb zu einem der aufwendigsten seiner Art, da dieser eine vollständige Videoproduktion mit Scripterstellung, Dreh, Post-Produktion und Mastering beinhaltet (Mastering meint hier die Endbearbeitung von Tonaufnahmen).

Digitale Kommunikation

Integrierter Blog
Auf der Startseite der Webseite zu der Kampagne von BILLY BOY gibt es eine Art integrierten Blog. Dort wurde die Crowd mit neuen Informationen rund um die Kampagne versorgt. Aktuell sind dort noch sechs Einträge verzeichnet. So wurde zu Beginn des Projektes ein Eintrag geschrieben und zwei während die Kampagne lief. Anschließend wurde das Ende eingeläutet und die Community wurde auf den verlängerten Einsendeschluss aufmerksam gemacht. Die letzen beiden Einträge handeln von der Jury. Erst wurde bekannt gegeben, dass diese sich jetzt an die Arbeit mache und der letzte Eintrag nennt die 3 glücklichen Gewinner.
Auffällig bei diesen Einträgen ist, dass sie meist recht kurz gehalten sind und wirklich nur die wichtigsten Informationen beinhalten. Die verwendete Sprache ist sehr auf die junge Zielgruppe zugeschnitten.

YouTube
Den deutschen YouTube-Kanal von BILLY BOY haben 132 Personen abonniert und dieser wurde bereits 135.094 Mal aufgerufen. Seit Februar 2011 ist BILLY BOY dort aktiv und hat mittlerweile über 50 Videos veröffentlicht. Allerdings sind diese nicht alle aus eigener Produktion entstanden, sonder einige sind einfach auch nur zum Produkt passend (bspw. Gib Aids keine Chance). Dort haben sie auch eine Playlist zu der Kampagne Hot Spots eingerichtet. Diese enthält allerdings nur 21 Videos.

Zusätzlich gibt es noch einen Kanal für den Markt in Portugal. Dort sind 7 Videos einzusehen, aber diese sind alle aus dem Jahr 2012.

Facebook
Auf diese Social Networking Site besitzt BILLY BOY 25.937 Likes und 129 Personen sprechen über sie. Außerdem geben 139 Menschen an bereits dort (vermutlich die Fabrik in Zeven)  gewesen zu sein und bei dem Sterne-Rating bekommen sie 3,3 von 5 Sternen. (BILLY BOY 2014, Zahlen vom 24.02.2014).
Sie selbst geben auf ihrer Facebook-Seite an, dass sie regelmäßig interessante News, Unterhaltung & Gewinnspiele hier veröffentlichen (vgl. ebd). Dieses kann ich zwar bestätigen, jedoch wird auch viel Werbung für eigene Produkte betrieben. Auffällig ist auch, dass BILLY BOY versucht mit der Crowd zu interagieren indem sie ihnen Fragen stellt (bspw. ‚ „Schatz“ ist der beliebteste Kosename in Deutschland. Seid ihr kreativer? Welche Kosenamen fallen euch noch ein?‘).
Die nachfolgenden Abbildung zeigt all die eben genannten Werte einmal auf:

BB_Facebook

(Bildquelle: BILLY BOY 2014)

Die Kommunikation auf Facebook findet auch recht regelmäßig statt, sodass ca. alle 2-3 Tage etwas neues gepostet wird. Auch die Interaktion ist relativ hoch, da es keine Beiträge ohne Likes und Kommentare gibt. Die Likes und Anzahlen der Kommentare variieren sehr stark, jedoch ist auffällig, dass Gewinnspiele besonders viel Resonanz einbringen (mehrere Hundert Likes). 

Und was findet gab es zur Hot Spots-Kampagne auf Facebook?

Kurz und knapp – nicht viel. Es sind zum jetzigen Zeitpunkt nur noch 6 Einträge aufzufinden, die sich mit der Kampagne befassen und alle 6 sind eingereichte Videos. Es lässt sich kein Beitrag finden, der die Aktion bewirbt oder ähnliche Informationen preisgibt, wie der Blog.
Auch bei den ‚Life Events‘ von 2011 lässt sich nichts zur Hot Spots-Kampagne finden.

Twitter
Hier besitzen sie 32 Follower und haben bisher 144 Tweets geschrieben (Werte vom 24.02.2014). Der letzte dort getätigte Eintrag von BILLY BOY ist allerdings vom Mai 2012. Also wurde die digitale Kommunikation mit Crowd an dieser Seite scheinbar abgebrochen.
In Inhalte hier sind aber ähnlich derer von Facebook. Allerdings werden hier auch mal Inhalte anderer Twitter-Nutzer/innen geretweetet.
UND hier gibt es Einträge zu der Kampagne. Es wurden Tweets gepostet, die auf die Kampagne aufmerksam machten, angaben, dass der Einsendeschluss verlängert wurde oder von vielen LastMinute-Einreichungen berichteten (vgl. BILLY BOY, 2012).

Google+
Auf Google+ ist BILLY BOY in Kreisen von 7 Personen, wobei nur 3 davon wirklich reale Menschen und keine Unternehmen darstellen.
Die Inhalte sind ähnlich denen von Facebook. Viele Beiträge sind sogar identisch, nur das auf Facebook noch zusätzliche Beiträge zu einer Thematik veröffentlicht werden.
Grund dafür kann allerdings auch sein, dass über Google+ keinerlei Resonanz der Crowd kommt. Was bei nur 3 Personen aber auch kaum verwunderlich ist (vgl. MAPA GmbH 2014).
Einträge zu der Kampagne kann es hier nicht geben, da diese Plattform erst seit Juni 2013 gibt.

Allerdings besitzen sie hier auch ein Profil für den englischen Markt – BILLY BOY UK. Hier hat das Unternehmen immerhin +8 erhalten und ebenfalls 7 Personen in seinen Kreisen. Jedoch ist hier der letzte Eintrag aus dem April 2013.

Fazit
Bezüglich der digitalen Kommunikation lässt sich festhalten, dass Facebook auch für diese Kampagne der Kanal ist, der am stärksten bedient wird. Da es sich bei dem Projekt Hot Spots um einen Video-Wettbewerb handelt, ist auch YouTube von BILLY BOY gut mit eingesetzt worden. Die 2 anderen Social Media-Kanäle Google+ und Twitter spielen in der digitalen Kommunikation von BILLY BOY keine große Rolle. Auf beiden Kanälen fand / findet praktisch keine Interaktion mit der Community statt.

Abschließend lässt sich außerdem festhalten, dass dieses Projekt zwar ein Crowdsourcing-Projekt darstellt und die Crowd auch stark kreativ sein musste und es sich somit um ein Crowdcreation-Projekt handelt, allerdings denke ich, nicht im klassischen Sinne. Grund dafür ist, dass das ganze eher als Gewinnspiel aufgebaut war und auch mit dem Endprodukt nicht wirklich weitergearbeitet wurde. Jedenfalls sind keine weiterführenden Aktionen auffindbar. Möglicherweise diente diese Kampagne hauptsächlich Werbezwecken bzw. Zwecken der Imagepflege und der Ideengewinnung aus der Crowd. Ein richtiges Produkt sollte dabei nicht entstehen.

Erfolgsfaktoren
Auch hier erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

* klar definiertes Konzept und klare Regeln wurden anfänglich kommuniziert
* Kampagne war auf die (junge) Zielgruppe ausgerichtet
* Inhalte der Website und Facebook als stärkstem Kanal haben sich nicht gedoppelt
* Verlängerung des Einsendeschlusses
* monetärer Gewinn für 3 Spots
* gutes Markenimage
* Produkt wird mit Spaß verbunden
* …

In meinem kommenden Eintrag werde ich dann auf die 2 schriftlichen Befragungen mit dem Ilmenauer Produzenten J. Schmidt und dem Hamburger J. Vagt eingehen.
Bis dahin ..

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Quellen:
Deutsche Post AG (2011) Mitmach-Marketing: Beispiele erfolgreicher Crowdsourcing-Kampagnen auf Direkt+. Das Onlineportal der Deutschen Post für Entscheider im Dialogmarketing. Zugriff am 24.02.2014, verfügbar unter http://www.direktplus.de/praxistipps/mitmach-marketing-crowdsoucing/beispiele-erfolgreicher-crowdsourcing-kampagnen/
MAPA GmbH (2011) BILLY BOY Hot Spots – Aktionsvorstellung. Zugriff am 24.02.2014, verfügbar unter http://hotspots.billyboy.de/index.php/home.html
MAPA GmbH (2014) BILLYBOYONLINE Google+. ZUgriff am 24.02.2014, verfügbar unter https://plus.google.com/u/0/102826926524835418954/posts
BILLY BOY (2014) BILLY BOY Facebook-Seite. Zugriff am 24.02.2014, verfügbar unter https://www.facebook.com/BillyBoyOnline
BILLY BOY (2012) BILLY BOY Twitter-Page. Zugriff am 24.02.2014, verfügbar unter https://twitter.com/BillyBoyOnline

unserAller

Hallo liebe Leser.
Heute werde ich euch eine weitere Plattform vorstellen – unserAller.de
Diese Website wurde auch bereits auf dem Blog von meiner Kommilitonin Verena Menzel thematisiert. Natürlich werde ich ihre Ergebnisse in diesem Beitrag berücksichtigen, jedoch werde ich bei meiner Betrachtung dieser Website etwas detaillierter auf die stattfindende digitale Kommunikation eingehen und speziell das balea Projekt als Beispiel heranziehen.

Allgemeines

unserAller ist eine Crowdsourcing-Plattform, auf der die Crowd viele (bekannten) Unternehmen bei unterschiedlichen Projekten unterstützen soll. Dabei fallen viele dieser Projekte auch in die Kategorie: Crowdcreation.
Das Technologieunternehmen, welches hinter der Website unserAller steckt, ist innosabi (vgl. Menzel, 2014 und unserAller, o.J.a). Es handelt sich hierbei um ein deutsches Unternehmen – mit Sitz in München. Namenhafte Firmen, die bereits mit innosabi bzw. unserAller kooperiert haben sind beispielsweise die Kosmetik-Marke Manhattan, das Schuhgeschäft Görtz oder auch der Drogeriemarkt dm mit seiner Hausmarke balea. Auf das zuletzt genannte Beispiel werde ich später noch genauer eingehen.
Genaueres zur Entstehungsgeschichte von unserAller findet ihr in dem Beitrag von Verena Menzel.

unserAllerStartseite

 

(Startseite unserAller.de – Bildquelle: unserAller Startseite; Zugriff am 17.02.2014, verfügbar unter unseraller.de)

Konzept

Bei unserAller geht es häufig nicht nur darum, nur ein Produktdesign zu entwickeln oder eine Nagellackfarbe zu kreieren, sondern auf dieser Plattform werden oftmals viele Aspekte der Produktgestaltung oder Ideenentwicklung in die Hände der Crowd gegeben. So werden bspw. ganze Kollektionen mit der Community zusammen entwickelt oder auch ein ganzes Produkt, mit Inhalt, Name und auch Verpackungsdesign. Die Crowd hat dann bei jedem Entwicklungsschritt immer wieder die Möglichkeit eigene Vorschläge (mit Bild) hochzuladen und sie kann auch „Herzen abgeben“ um somit einen Beiträge zu unterstützen. Anschließend werden häufig die TOP 10 oder Top 20 einmal vorgestellt und die Crowd hat die Möglichkeit aus diesen ihren Favoriten zu wählen.
Bei den Abstimmungen gehen alle Vorschläge in die Bewertung mit ein, die entweder auf unserAller.de, über die Facebook-App oder -Fanpage oder auch über die Website des Projektpartners eingegangen sind (vgl. Menzel 2014).
Neben der Vergabe von Herzen können die Nutzer auch Kommentare abgeben und somit konstruktives Feedback üben.
Für jedes Produkt entsteht auf der Website von unserAller ein Projekt-Blog, auf dem der Verlauf einer jeden Kampagne einsehbar ist und somit die Crowd stetig auf dem Laufenden hält.

Für die Teilnahme an unserAller-Projekten hat das Unternehmen auch gewisse Regeln für die Community-Mitglieder festgesetzt (vgl. unserAller, o.J.b). Diese lauten:

  • Sei freundlich
  • Bleib beim Thema
  • Sinnvoll kommentieren
  • konstruktiv kritisieren
  • Ideen respektieren
  • Fotos hochladen

Da ich mich derzeit selbst mit Regeln und Verhaltensrichtlinien bezüglich Social Media für meine Bachelorarbeit auseinandersetze, halte ich diese Richtlinien für sinnvoll. Ein respektvoller Umgang innerhalb der Community, führt sicherlich zu einem angenehmeren „Arbeitsverhältnis“ auf der Plattform.

Das Beispiel balea:
Gestartet wurde dieses Projekt zu Beginn des Jahres 2011. Anfänglich durften die Community-Mitglieder über das Motto des neunen Duschbads entscheiden. Dort wurden 1.181 Vorschläge eingereicht, die dann durch die Crowd durch Herzchen bewertet wurden. Somit ist eine Top 25 entstanden, welche zur Abstimmung gestellt wurde. Das Motto, das diese Abstimmung gewonnen hat war „DIAMONDS AND ICE“.
In der anschließenden Materialphase konnten die Nutzer Vorschläge zum Duft und der Farbe des Duschbads abgeben. Dazu wurden an die aktivsten Beteiligten auch ‚Selbermachpäckchen‘ verschickt, die der Crowd das experimentieren mit Duschgelen, Etikettenvorlagen und weiteren Extras ermöglichten (vgl.Borchard, 2012). Auch für die hier eingereichten Vorschläge konnten wieder Herzchen vergeben werden.  Hierzu wurde dann eine Top 21 erstellt, die, wie auch schon bei dem Motto, wieder zur Abstimmung gestellt wurde. Bezüglich der Farbe war dann am 18.03.2011 folgendes auf dem balea-Blog zu lesen: „Die neue Balea-Dusche wird in einem wunderschön funkelnden türkis-blau gehalten sein, schimmernd cremig und fruchtig duftend mit einer leicht würzigen und einer leicht frischen Duftnote.“ (unserAller, 2011).
Somit war die Entwicklung des Produkts wieder einen Schritt weiter und als nächstes begann die Namensphase, in der der Produktname gesucht wurde. Vorgabe hierfür war lediglich, dass es zu den bisherigen Eigenschaften des Produktes passen müsse. Die Top 35 der Namensvorschläge wurden vorerst von Patentanwälten überprüft und die 5 Finalisten wurden anschließend wieder zur Abstimmung gestellt.

Am 03. April 2011 stand der Name dann fest – „Schimmernder Eistraum“/“Eisschimmer“. Nun folgte der letzte Entwicklungsschritt, eine Verpackung musste her. Die Crowd konnte also auch hier wieder Vorschläge einreichen und sich gegenseitig Herzchen geben. Am 18.04.2011 wurden dann die Top 20 zur Abstimmung gestellt.
Das Endresultat, welches am 18.04.2011 veröffentlicht wurde, könnt ihr hier sehen:
balea(Bildquelle: Projektblog: Balea Dusche für die kalte Jahreszeit. Zugriff am 17.02.2014, verfügbar unter https://unseraller.de/dm_drogerie_markt/balea_dusche/phase/news)

Insgesamt lief das Projekt über 8 Wochen und hat 4 Projektphasen (Motto, Farbe, Name, Verpackung) durchlaufen. Die Crowd hat insgesamt 2.379 Vorschläge für diese Produktgestaltung eingereicht. (vgl. unserAller, 2011)
Ab dem Winter 2011 war das Produkt dann auch in allem dm Filialen erhältlich (vgl. Borchardt, 2012).

Digitale Kommunikation

Kommunikation auf der Plattform

Auf der Website selbst haben die Nutzer die Möglichkeit über Kommentare und die Vergabe von Herzchen ihren Zuspruch auszudrücken. Zusätzlich können sie auch Kritik üben, um somit den Entwicklungsprozess voranzutreiben.
Derzeit läuft auch die Kampagne „unserAller Beta 4.0“, bei der unserAller gerne von den Nutzern wissen möchte, was sie selbst an ihrer Plattform verbessern könnten.
Ich habe mir hierzu einmal die Kommentare angeschaut und mir ist aufgefallen, dass dort auch einige Mitarbeiter von unserAller.de direkt auf die Anmerkungen der User eingehen.

Blog

Der Blog von unserAller dient in erster Linie dazu, die Community auf dem Laufenden zu halten. Hier wird stetig auf die einzelnen Projektphasen eines Projektes hingewiesen, sodass die Crowd informiert wird, wenn eine Phase beendet wurde bzw. eine neue anrollt. Auch das Endergebnis einer Kampagne wird hier vorgestellt.
Je nach dem wie viele Projekte gerade eine Phase beenden oder starten, werden hier ca. 2-4 Beiträge pro Monat veröffentlicht.
User-Kommentare waren für mich hier leider nicht ersichtlich.

Facebook

Auf der einzigen Social Networking-Plattform, die unserAller bedient, besitzen sie 3.292 Likes und 2 Personen sprechen über diese Website (vgl. unserAller, 2014).
Die Inhalte die auf der Facebookseite von unserAller veröffentlicht werden, ähneln sehr stark den Blogeinträgen, jedoch sind diese nicht eins zu eins kopiert. Die Texte der Posts unterscheiden sich voneinander, die Aussage und auch die verwendeten Bilder sind jedoch gleich.
Allerdings gibt es vereinzelt auch Beiträge, die nicht auf dem Blog zu finden sind, beispielsweise, wenn neue Selbermachpäckchen angekommen sind oder auch mal Praktikanten gesucht werden.
Die Werte für Likes, Kommentare und geteilte Beiträge fallen für unserAller auf Facebook relativ gering aus.
Der höchste Wert, den ich bei den Likes für 2013/2014 gefunden habe, lag bei 36, für Kommentare bei 17 und bei den geteilten Posts bei 4. Häufig lagen die Zahlen bei den Kommentaren und Likes eher unter 10 Stück (vgl. unserAller, 2014).

Fazit

Abschließend möchte ich festhalten, dass unserAller eine Plattform darstellt, die, meines Erachtens nach, wirklich bemüht ist, den Austausch von Ideen und das Abgeben von konstruktiver Kritik zu ermöglichen, um ein zufriedenstellendes Produkt für ihre Kunden sowie für Crowd zu ermöglichen.
Besonders gefallen hat mir die aktuell laufende Aktion „unserAller Beta 4.0“, die nach Verbesserungsvorschlägen für die Website fragt. Ich denke, dass ist wirklich eine gute Idee um mit der Community einmal einen Dialog zu eröffnen und bestehende Probleme zu klären. Auch, dass die Mitarbeiter von unserAller direkt auf die abgegebenen Kommentare der Crowd eingehen, halte ich für sehr positiv, da so ersichtlich wird, dass sich das Unternehmen die Vorschläge wirklich zu Herzen nimmt und auch gewillt ist, ihre Seite zu verbessern.
Die Selbermachpäckchen halte ich auch für eine interessante Sache, da somit die Crowd viele Pordukte am eigenen Leib testen kann. Das macht den Crowdcreation-Prozess greifbarer und spannt die Crowd stark in den Entwicklungsprozess ein.
Außerdem zeigt diese Plattform sehr schön, dass es nur wenige Bereich der Produktgestaltung gibt, bei denen Kunden nicht mitgestalten können (vgl. Borchardt, 2012).

Erfolgsfaktoren
Auch bei diesen Erfolgsfaktoren erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

* die gesamte Entscheidungsgewalt liegt bei der Crowd (Bewertung der Vorschläge)
* Gestaltung und Abstimmung in unterschiedlichen Phasen
* gute Möglichkeiten der Kommunikation auf der Plattform selbst
* starkes Einspannen der Crowd in den Entwicklungsprozess (Selbermachpäckchen)
* Konzentration auf einen Social Media-Kanal
* starke Zusammenarbeit zwischen unserAller und der Crowd (Verbesserungsvorschläge)
* Auftraggeber sind auch große und bekannte Unternehmen
* unserAller ist lediglich Vermittler zwischen den Auftraggebern und der Crowd
* Diskussion zu bestimmtem Projekt möglich bzw. erwünscht
* 4 Wege, um einen Vorschlag einzureichen
* es gibt Community-Regeln
* …

Unbenannt

 

 
Bevor ich diesen Eintrag beende, würde ich aber gerne von euch wissen, ob ihr das von mir vorgestellte Produkt von Balea „Schimmernder Eistraum“/“Eisschimmer“ schon einmal in dem Drogeriemarkt gesehen habt oder es bereits gekauft und getestet hat? Oder ist es vielleicht sogar das Lieblings-Duschbad von einem / einer von euch? 😉
Leider kann ich derzeit noch keinen Ausblick auf meinen kommenden Eintrag geben, da ich noch nicht genau weiß, über welche Plattform oder von welchem Projekt dieser handeln wird. Dafür ist erst einmal wieder ein wenig Recherche-Arbeit notwendig.
Vielen Dank für’s Lesen.

_________________

Quellen:

Borchardt, H.-J. (2012)  Dezentrales Marketing und Crowdsourcing. Erlangen:Publicis Publishing
Menzel, V. (2014) 3.3 UnserAller (Eintrag vom 20.01.2014). Blog von Verena Menzel: Power to the Crowd. Zugriff am 16.02.2014, verfügbar unter http://powertothecrowd.wordpress.com/2014/01/20/3-3-unseraller/
unserAller (o.J.a) Presse. Zugriff am 17.02.2014, verfügbar unter https://unseraller.de/press
unserAller (o.J.b) Über unserAller – unserAller Regeln. Zugriff am 17.02.2014, verfügbar unter https://unseraller.de/about
unserAller (2011) Projektblog: Balea Dusche für die kalte Jahreszeit. Zugriff am 17.02.2014, verfügbar unter https://unseraller.de/dm_drogerie_markt/balea_dusche/phase/news
unserAller (2014) Facebook-Seite von unserAller. Zugriff am 17.02.2014, verfügbar unter https://www.facebook.com/unserAller?fref=ts

Zwischenfazit

Hallo liebe Leser,

Wie in meinem letzen Beitrag bereits angekündigt, möchte ich euch mit diesem Eintrag einmal einen zusammenfassenden Überblick über das bisher Geschehene geben.
Ich werde einmal aufzählen, welche Plattformen ich bisher betrachtet habe und wie ich den Verlauf meiner Analyse empfunden habe. Dann widme ich mich dem Kern des ganzen und präsentiere meine bisherigen Ergebnisse zu den Erfolgsfaktoren und werde mit einem Ausblick abschließen.

Was habe ich bisher betrachtet?

Als Einführung habe ich mich erst einmal damit beschäftigt, was digitale Kommunikation eigentlich ist und wie wir diese in unserem Seminar „Digitale Kommunikation“ definiert haben. Zusätzlich habe ich das Thema dieses Blogs bekannt gegeben.
Nachdem sich dann eine Learning-Community gefunden hat, haben wir gemeinsam ein Video erstellt, welches eine generelle Übersicht zu unserem Überthema „Crowdsourcing“ gibt. Anschließend habe ich mich mit dem Buch des „Crowdsorucing-Urvaters“ Jeff Howe auseinander gesetzt und bin dabei auf das von ihm genannte Beispiel iStockphoto eingegangen. Damit war die Einführungsphase beendet und ich habe meine Fragestellung noch einmal konkretisieren können. Zeitgleich begann die Analysephase einzelner Beispiele mit theoretischem Hintergrund.
Nach Betrachtung des ersten Fallbeispiels iStockphoto habe ich mich mit der Ideenplattform Tchibo ideas auseinandergesetzt.
Nun folgte die Betrachtungsreihe zum Thema „Produktgestaltung“. Hierzu habe ich die drei Plattformen Threadless, Spreadshirt und Qwertee vorgestellt und diese Webseiten anschließend bezüglich ihrer digitalen Kommunikation miteinander verglichen.
Daraufhin folgte mein sechstes Beispiel – Pril. Diese Analyse zeigte einmal die Gefahren auf, die mit missglückten Crowdcreation-Projekten einhergehen können.
Das siebte Exempel zeigte eine erfolgreich verlaufende Kampagne von Beck’s auf.

Diesen Ablauf könnt ihr auch auf meiner Unterseite „Inhaltsübersicht“ einsehen. Dort habe ich meinen bisherigen Verlauf einmal dargestellt und werde fortlaufend alle weiteren Einträge einsortieren.

Wie verlief die bisherige Analyse?

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Fragestellung sowie dem genauen Aufbau dieses Blogs, hatte ich mich spätestens mit der Betrachtungsreihe zu den Plattformen der Produktgestaltung an das regelmäßige Bloggen gewöhnt.
Schade war allerdings, dass es zu dem Thema Crwodcreation bisher nur sehr wenig Literatur gibt. Das Oberthema Crowdsourcing bietet da schon etwas mehr Material, allerdings wird auch hier nur am Rande auf kreative Aktionen eingegangen. Daher war es für mich oft notwendig mich auf andere Blogs und ähnliche Online-Quellen zu beziehen.
Auffällig war auch, dass ich anfänglich weniger detailliert bei den Beispielanalysen vorgegangen bin. Doch je mehr ich mich mit den einzelnen Plattformen beschäftigt hatte, desto umfangreicher und konkreter wurden auch meine Analyseergebnisse. Das führte allerdings auch dazu, dass das Verfassen eines Blogeintrags mehr Zeit in Anspruch nahm. Ich hatte zu Beginn des Seminars nicht bedacht, dass es möglicherweise aufwendiger ist, viele einzelne Crowdcreation-Beispiele zu betrachten, als sich nur einem Fallbeispiel zu widmen. Jedoch ist das bei der von mir gewählten Fragestellung nicht anders möglich.

Was sind meine bisherigen Ergebnisse bezüglich der Erfolgsfaktoren?

Noch einmal zur Erinnerung…
Der Leitgedanke für diesen Blog lautet:
Was genau braucht ein Unternehmen oder eine Privatperson eigentlich, um eine erfolgreiche Crowdcreation-Kampagne durchführen zu können? Gibt es Faktoren, die besonders erfolgsversprechend sind? Und was sollte man bei einem solchen Projekt besser vermeiden?

Mit Hilfe der betrachteten Literatur und den betrachteten Beispielen ergeben sich zum jetzigen Zeitpunkt folgende Faktoren für das erfolgreiche Bestreiten einer Crwodcreation-Kampagne bzw. -Plattform:

  • genaue Zieldefinition des Projektes entwickeln (klares und einfaches Konzept)
  • die richtige Zielgruppe wählen
  • Anreize zum Mitmachen schaffen (monetäre, persönliche, …)
  • die Community anleiten
  • Aufgaben einfach gestalten
  • den Nutzern eine Stimme geben (in Abstimmungen mit einbeziehen)
  • den Nutzern die Möglichkeit geben, eigene Ideen einzubringen / zu entwerfen
  • Präsenz auf beliebten Social Media-Plattformen zeigen
  • Beiträge auf die Zielgruppe abstimmen – (gerne auch kreativ sein – die Crowd soll schließlich auch kreativ werden)
  • die Community bei Aufgaben auf dem Laufenden halten (Deadlines etc.)
  • verwendete Software, sollte einfach zu handhaben sein –> gute Usability
  • regionale Unterschiede beachten – möglicherweise ist es von Nöten, die Plattform(en) dementsprechend anzupassen
  • regelmäßiger Kontakt zur Crowd

Der wohl wichtigste Faktor ist, dass zu Beginn einer Kampagne oder eines Projekts dieses genau definiert wird. Ein klares und einfaches Konzept muss vorliegen, welches auch für die Teilnehmenden einfach zu verstehen ist.
Besonders das Beispiel von Qwertee hat sehr schön gezeigt,wie wichtig aber auch die richtige Zielgruppenansprache ist. Bei Crowdcreation oder Crowdsourcing allgemein steht und fällt ein Projekt mit den Nutzern, die sich an dieser Aktion beteiligen. Daher ist es besonders wichtig, die richtige Zielgruppe zu anzusprechen und diese dann auch zu halten. Social Media-Kanäle, insbesondere Facebook, bieten für die Kommunikation zur Crowd die beste Plattform. Hier lässt sich die Teilnahme an Crowdcreation-Aktionen am einfachsten für die Nutzern in ihren Alltag integrieren.
Der regelmäßige Kontakt zur Community sowie der offene Dialog bzw. das Offenlegen der Spielregeln für den Wettbewerb sind ebenfalls von zentraler Bedeutung. Bezüglich dessen zeigte das Negativ-Beispiel von Pril sehr gut auf, welche gravierenden Folgen es haben kann, wenn man während einer Kampagne in den Abstimmungsprozess eingreift.
Mein bisher letztes Beispiel von Beck’s hat auch deutlich gemacht, dass es von Vorteil sein kann, wenn man bereits eine große Fanbase hat bzw. die Marke unter der das Crowdcreation-Projekt läuft bereits ein starkes Image aufweist.

Zusammenfassend als Do’s and Don’ts  könnt ihr diese Punkte auch auf der Unterseite „Ergebnisse“ nachlesen. Auch hier versuche ich stetig meine neuen Erkenntnisse aufzunehmen.

Was folgt?

Da ich mich bei meinen letzteren Betrachtungen hauptsächlich auf Einzel-Kampagnen konzentriert habe, möchte ich mich in der nächsten Zeit mit Plattformen auseinandersetzen, die unterschiedliche Projekte (teilweise) zeitgleich betreuen und daher mit mehrere Unternehmen kooperieren. Eingehen möchte ich unter andrem noch auf die Website unserAller sowie auf die Designplattform 12designer.

Beck’s – Your Mix. Your Way.

Hallo zurück.
Erstmal muss ich erwähnen, dass es mich wirklich freut, dass mein letzer Beitrag über Pril so viel Resonanz aus meiner Learning-Community und von anderen Blog-Lesern auslöste. Danke für die rege Beteiligung an diesem Thema.
Wie ich dort bereits angekündigt habe, möchte ich mich jetzt einem positiven Beispiel widmen. Ausgewählt habe ich dafür die Kampagne Your Mix. Your Way. von Beck’s.

Wie immer, werde ich erst ein paar Worte zu dem Unternehmen selbst verlieren und anschließend die Crowdcreation-Kampagne und die dazu geführt digitale Kommunikation vorstellen. Abschließen werde ich auch hier mit den zugehörigen Erfolgsfaktoren.

Allgemeines über Beck’s

Beck’s ist die bekannteste/beliebteste Bier Marke der Brauerei Beck GmbH & Co. KG, wessen Muttergesellschaft das Unternehmen Anheuser-Busch InBev (kurz ABInBev) ist. Neben Beck’s brauen diese unter anderem auch noch Haake-Beck oder Hasseröder (vgl. ABInBev 2014a).
Gegründet wurde das Unternehmen 1873 in Bremen, wo noch heute produziert wird (vgl. Beck’s o.J.a). Laut der Website von ABInBev ist dieses Bier in über 80 Ländern und auf 5 Kontinenten erhältlich und in jeder Minute werden rund 3.000 Flaschen Beck’s auf der ganzen Welt getrunken (vgl. ABInBev 2014b).
Neben dem einfachen Pils gibt es aktuell noch 8 weitere Sorten. Darunter auch eine alkoholfrei Variante und einige Sorten mit nur 2,5 % Alkohol, anstatt der 4,9%, wie bei der Originalvariante.

Die Crowdcreation-Kampagne, die ich euch nur vorstellen will, ist jedoch nicht die erste, die von Beck’s ins Leben gerufen wurde. Bereits 2007 rief Beck’s professionelle Gestalter und Amateure dazu auf, ein neues Etikett für die Bierflasche zu designen (Siebert, 2007). Bei der von mir vorgestellten Kampagne geht es nicht nur um das Design, sondern hauptsächlich um den Geschmack. Denn hier hat Beck’s dazu aufgerufen, eine ganz neue Sorte zu entwickeln…

Die Kampagne

Die Kampagne Your Mix. Your Way. wurde 2012 ins Leben gerufen. Hier wurde die Crowd dazu animiert ein erfrischendes Sommergetränk zu entwickeln. Über Facebook konnte die Community aus unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auswählen. Zusätzlich sollte ein kreativer Name gefunden und die Story dazu entwickelt werden. Anschließend konnten die User für ihre Favoriten abstimmen.
Die 20 besten Einreichungen wurden dann der Experten-Jury von Beck’s vorgestellt und diese entschieden über die 3 besten Varianten. Diese 3 Sorten wurden dann auf den Taste-Partys vorgestellt. In Berlin, Hamburg und Köln hatte die Crowd wieder die Möglichkeit mitzubestimmen, denn dort konnten sie alle 3 Sorten probieren und anschließend bewerten. Gewonnen hat dabei die Sorte „BECK’s Summer Holunder„, welche es seit März 2013 im Handel zu kaufen gibt (vgl. Beck’s o.J.b und Roskos 2013). Zusätzlich hat das Unternehmen die zweitplatzierte Variante an den Vertriebspartner Kaufland abgeben. Diese Supermarkt-Kette übernahm dafür den kompletten Vertriebsweg, wie auch eine spezifische Absatzgarantie für dieses Nebenprodukt (vgl. Rossmann 2013).

Die digitale Kommunikation

Die Marke Beck’s ist laut der Studie der Universität St. Gallen nach der Idee „Champion of Independent Thinking“ aufgestellt. Die Attribute, die diese Biermarke damit vermitteln soll sind Freiheit, Unabhängigkeit und Internationalität. Alle Kommunikationsmaßnahmen werden kanalübergreifend nach dieser Markenidee ausgerichtet. Seit 2011 hat Beck’s damit begonnen ihren Markenauftritt online zu erweitern und die Online-Kanäle zu dem Kern ihrer Marketingstrategie zu machen, wobei auch der Dialog mit den Kunden von zentraler Bedeutung ist (vgl. Rossmann 2013).

In der bereits genannten Studie heißt es außerdem „Bei der Gestaltung des Content setzt Beck´s auf kurze Texte, die jeweils immer durch Bilder angereichert sind. Der Content ist in dieser Hinsicht tagesaktuell umzusetzen. Dafür steht ein Redaktionsplan zur Verfügung, der eine vollständige Bild- und Themenplanung beinhaltet. Die vermittelten Geschichten müssen schnell, direkt und spannend sein. Bei der Anzahl der Postings pro Woche hat das Unternehmen sehr gute Erfahrungen mit einer Gesamtmenge von maximal fünf Postings pro Woche gemacht. […]. Darüber hinaus sollten die Postings die Fans motivieren und eigene Reaktionen auslösen (z.B. durch Fragen, Anforderung von Feedback). Die Facebookseite selbst wird bei Beck´s inzwischen rund um die Uhr betreut, um ein mögliches Feedback der User zeitnah bearbeiten zu können.“ (vgl. Rossmann 2013)
Die Betreuung der Facebook-Seite sowie der Website und bspw. auch Bannerwerbung erfolgt dabei über die Agentur coma (vgl. coma AG o.J.).

Neben Facebook bedient Beck’s außerdem die Social Medie-Kanäle MySpace, Google+ und YouTube.

Facebook

Becks-Facebook

Hier hat Beck’s 256.402 Likes und 9.952 Personen „sprechen über Beck’s“. Hier werden neben Werbebildern, Produktinformationen und weiteren News des Unternehmens auch „Beck’s-Momente“ von der Crowd veröffentlicht. Dieses sind Bilder, die Community-Mitglieder mit oder von einer Beck’s-Flasche gemacht haben. Dabei wird auch häufig auf aktuelle Geschehnisse, wie besondere TV-Sendungen oder Jahrestage eingegangen. Ein Beispiel dafür findet ihr hier rechts (BildQuelle: Eintrag vom 1.Februar 2014 – Facebook-Seite Beck’s. Zugriff am 04.02.3014. Abrufbar unter https://www.facebook.com/becks.de). Dieses Bild war mit dem Text „Ich bin ein BECK’S, holt mich hier raus!“ versehen und sollte somit Bezug nehmen auf die aktuelle Staffel „Ich bin ein Star, holt mich hier raus.“

Als die neue Sorte Summer Holunder im März 2013 auf den Markt kam, hat Facebook das Titelbild mit der neuen Sorte geschmückt und 3 Beiträge dazu gepostet. Im Vergleich dazu fällt die Bekanntgabe der „Tester-Partys“ über Facebook sehr gering aus. Hier gab es lediglich einen einzigen Post im August 2012 (siehe Bild links; Quelle: Beck’s Facebookseite. Beitrag vom 14 August 2012. Zugriff am 04.02.2014. Verfügbar unter https://www.facebook.com/becks.de/photos/a.446454988727845.99860.371364406236904/446455025394508/?type=1&relevant_count=1).
Die Likes für einzelne Beiträge liegen häufig zwischen 100 und 2.000 Stück, können aber gerne auch mal einen Wert über 5.000 erreichen.
Becks2Kommentiert werden die Beiträge in der Regel zwischen 20 und 50 mal und geteilt werden sie zwischen 20 und mehreren Hundert Malen. Auch an dieser Stelle möchte ich wieder betonen, dass es sich lediglich um Richtwerte handelt und ich keine vollständige Inhaltsanalyse der Seite durchgeführt habe. Dies gilt ebenso für die Werte der anderen Social-Media Kanäle.

Die Studie der Universität St. Gallen gibt bezüglich der Aktivitäten der User auf Facebook außerdem an, dass das Gesamtengagement Community von Beck´s mit einem Durchschnitt von 2,33 % deutlich über dem Durchschnitt anderer Facebookseiten liegt. Aber trotz des relativ hohen User Engagements bleibt der Großteil der User passiv (vgl. Rossmann 2013).

Auffällig für mich war auch, dass Beck’s auf viele Kommentare der Community antwortet. Selbst, wenn es nur Glückwünsche oder ähnliches sind. Dabei wird der Kommentarverfasser auch häufig direkt im Folge-Kommentar von Beck’s verlinkt, um deutlich zu machen, dass sie sich auch wirklich auf diesen beziehen.

MySpace
Diesen Kommunikationskanal möchte ich nicht weiter analysieren, da für mich außer dem Profilbild keine weiteren Bild, Videos oder sonstige Informationen sichtbar waren. Möglicherweise befindet sich diese Seite gerade im Relaunch.

Google+
Hier hat Beck’s 222 +1 für ihre Seite generiert und befindet sich in Kreisen von 152 Personen.
Als die neue Sorte auf den Markt kam, wurde hier lediglich ein Post dazu veröffentlicht. Da Beck’s hier aber seit dem Juni 2013 keinen weiteren Beitrag veröffentlicht hat und somit aktuell keine digitale Kommunikation mit der Crowd über diesen Kanal stattfindet, gehe ich nicht weiter auf diese Plattform ein.

YouTube
Den Channel von Beck’s, welcher seit April 2012 aktiv ist, haben 154 Personen abonniert. Die Videos die hier veröffentlicht werden, sind hauptsächlich Interview-Videos von bekannten Musikern (bspw. Seeed, M.I.A oder Bloc Party). Grund dafür ist, dass Beck’s auch viele Festivals und andere Konzerte ausrichtet oder unterstützt. Es werden aber auch alte Werbevideos oder Jubiläumsvideos veröffentlicht. Insgesamt sind unter dem Channel „Folge deinem inneren Kompass“ 67 Videos veröffentlicht worden. Die Anzahl der Aufrufe der einzelnen Videos variieren allerdings stark – von nur 20 bis knapp 5.000 ist alles dabei.
Es gibt auch noch 2 weitere Channels von Beck’s, den Beck’s Mix-Channel sowie den BecksGoldExperience-Channel. Hier werden allerdings nur sehr wenige Videos veröffentlicht.
Hier einmal beispielhaft ein Video zum 140 Jahre Jubiläum von Beck’s.


(Quelle: Beck’s – Folge deinem inneren Kompass. Zugriff am 04.02.2014. Verfügbar unter http://www.youtube.com/watch?v=QPNgApEeu4U)

Die Erfolgsfaktoren

Abschließend möchte ich auch diesen Beitrag einmal wieder mit den Kriterien, die die hier vorgestellte Kampagne erfolgreich verliefen ließen. Allerdings erhebe ich auch bei den hier genannten Erfolgsfaktoren keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zusätzlich möchte ich betonen, dass es sich hierbei um eine Crowdcreation-Kampagne einer bereits etablierten Marke handelt. Somit war das starke Markenimage von Beck’s und die junge Zielgruppe maßgeblich für das erfolgreiche Verlaufen des Projektes verantwortlich.

  • starkes Markenimage
  • junge internetaffine Zielgruppe
  • Bekanntgabe und Abstimmung über den stärksten digitalen Kommunikationskanal (Facebook)
  • allgm. regelmäßigen und überdurchschnittlichen intensiven Kontakt zur Zielgruppe über Facebook
  • aktive Community
  • Test-Partys
    • starke Einbeziehung der Crowd in den Entscheidungsprozess
    • reales Zusammentreffen der Community
    • Kundennähe
    • Crowdcreation als Event

So. Da ich nun bereits sieben Crowdcreation-Kampagnen beispielhaft betrachtet habe, werde ich in meinem kommenden Beitrag einmal mein bisheriges Vorgehen sowie meine bisherigen Ergebnisse zusammenfassen.
Meine Analyse ist allerdings noch nicht abgeschlossen, sodass ich nach dem Zwischenfazit weitere Crowdcreation-Plattformen analysieren werde.
Vielen Dank für’s Lesen und bis bald. 🙂

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Quellen:
ABInBev (2014a) Unser Markenportfolio. Zugriff am 03.02.2014. Abrufbar unter http://www.ab-inbev.de/marken/becks.html
ABInBev (2014b) Folge deinem inneren Kompass. Zugriff am 03.02.2014. Abrufbar unter http://www.ab-inbev.de/marken/becks.html
Beck’s (o.J.a) Beck’s – Die Story. Zugriff am 03.02.2014. Abrufbar unter http://www.becks.de/becks/historie
Becks’s (o.J.b) BECK’S SUMMER HOLUNDER ist euer Mix. Zugriff am 03.02.2014. Abrufbar unter http://www.becks.de/aktionen/dein-sommer
Roskos, M. (2013) Socialnetworkstrategien – Crowdsourcing mit Holunder-Geschmack. Zugriff am 03.04.2014. Abrufbar unter http://www.socialnetworkstrategien.de/2013/10/crowdsourcing-mit-holunder-geschmack/
Siebert, J. (2007) Fontblog – Sieger im Beck’s-Wettbewerb: Frauen-Six-Bag. Zugriff am 03.02.2013. Abrufbar unter http://www.fontblog.de/sieger-im-becks-wettbewerb-frauen-six-bag
Rossmann, A. (2013) Auf der Suche nach dem Return on Social Media – Perspektiven und Grenzen der Erfolgsmessung im Social Web. Eine Studie der Universität St. Gallen in Kooperation mit Adobe, Publicis und Akamai. S. 34-38
coma AG (o.J.) Beck’s – Digitale Umsetzung für Bier-Genießer auf der ganzen Welt. Zugriff am 04.02.2014. Abrufbar unter http://www.coma.de/referenzen/becks-social-media

Ein Negativ-Beispiel: Pril

So kann es einem erfolgreichen Unternehmen natürlich auch ergehen.
Da möchte man mit seinen Kunden zusammenarbeiten und ihnen die Möglichkeit geben, das eigene Produkt mitzugestalten und ehe man sich versieht, entwickelt sich ein Shitstorm. So erging es jedenfalls dem Spülmittelhersteller Pril von dem Dachunternehmen Henkel.
Erstmal werde ich kurz definieren, was ein Shitstorm ist und ein paar Wort über die Marke Pril und das Unternehmen Henkel verlieren, bevor ich die dazugehörige Crowdcreation-Kampagne mit dem entstandenen Shitstorm vorstelle.

Definition Shitstorm laut Duden (2013):

„Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht.“

Die Marke Pril – das Unternehmen Henkel
Henkel mit ihrem Hauptsitz in Düsseldorf führt neben Pril auch noch andere bekannte Marken wie beispielsweise Persil, Pritt, Schwarzkopf oder Syoss (Henkel, 2014). Zum ersten Mal kam Pril 1951 durch die Henkel-Tochterfirma „Böhme Fettchemie“ auf den Markt – damals noch in Pulverform. 1959 gab es das Produkt dann auch als Flüssigvariante.

Die Kampagne
2011 entwickelte Pril den Design Wettbewerb „Mein Pril – Mein Stil„, bei der ihre Kunden die Möglichkeit  besaßen, ihr eigenes Design für die Prilflasche zu entwerfen. Hier der Text, wie Pril selbst die Kampagne beschreibt: „Jeder konnte mit einem eigenen Design in die Pril Geschichte eingehen und seinen Stil auf eine von zwei Pril Flaschen bringen, die Ende 2011 sogar als limitierte Design-Edition im Handel erhältlich waren. Mit dem Designerwerkzeug konnten nicht nur die Farben der Flasche und des Dosierverschlusses bestimmt, sondern insbesondere das Etikett kreativ gestaltet werden.
Die Resonanz war riesig – die Teilnehmer ließen ihrer Kreativität freien Lauf und bescherten uns über 50.000 neue Pril Flaschen ganz nach ihrem eigenen Geschmack. Jeder konnte für sein Lieblingsdesign voten. Eine 5-köpfige Jury, in der auch Facebook-Fan Berit saß, hat aus den Top 10 die zwei Sieger gekürt, deren Designs als besondere Hingucker in vielen Küchen die Blicke auf sich zogen.“ (vgl. Pril, 2012).

Die Gewinner der Kampagne sahen letztendlich so aus:

Gewinner Pril

Gewinner Pril-Design-Wettbewerb

(Bild-Quelle: Pril (2012) 2011: Mein Pril – Mein Stil – Die Gewinner. Aufgerufen am 26.01.2014, verfügbar unter http://www.pril.de/marke/meinpril/#tab_diegewinner)

Aber waren das auch die „echten“ Gewinner?
Eigentlich nicht – hier die Geschichte zu dem Shitstorm, der sich wegen diesem Wettbewerb entwickelte.

Da Pril den Nutzern die Möglichkeit überließ, neben bereits bekannten „Pril-Motiven“, wie der Pril-Blume, auch eigene Designs zu entwickeln und hochzuladen, sind auch Motive entstanden, wie das Pril-Monster oder die Nasenbrille. Diese Motive waren bei der Community sehr beliebt. Doch sie entsprachen nicht den Motiv-Vorstellungen von Henkel. So entschied sich das Unternehmen dazu, die Wettbewerbsregeln zu verändern. Die Designentwürfe musste nun von dem Pril-Team freigegeben werden. Ein noch viel gravierender Einschnitt war aber, dass Henkel die Stimmen der bisherigen Designs bereinigte. Beliebte Motive wurden durch konventionelle Entwürfe ersetzt, sodass die ausgefalleneren und kreativeren Designs aus der Liste der beliebtesten Motive verschwanden.  (vgl. Gnocchi, 2011)

Hier könnt ihr einmal die beliebtesten Designs vor der Bereinigung sehen:

(Bild-Quelle: A. Gnocchi (2011) Social Media: Crowdsourcing – Kundenpartizipation hat Potential. aufgerufen am 26.01.2014. Verfügbar unter http://www.thomashutter.com/index.php/2011/11/social-media-crowdsourcing-kundenpartizipation-hat-potential/)

Die weniger glaubhafte Aussage von Henkel dazu war, dass einige User die Stimmen der Designmotive manipuliert hätten und sie diese daher aus Fairnessgründen bereinigen müssten (vgl. Breithut, 2011). Die Community witterte den Manipulationsverdacht und so löste sich der Shitstorm aus. Auf der Facebookseite von Pril sowie auf Twitter erschienen dazu tausende negative Kommentare über das Eingreifen von Pril in ihre Design-Kampagne. Einige der Nutzer, wie Peter Breuer aus Hamburg, sahen den Shitstorm auf Pril zurollen und entfernten daher freiwillig ihre „Spaß-Entwürfe“ (vgl. Breithut, 2011).
Dennoch stritt Henkel den Vorwurf der Manipulation ab. Zusätzlich began Pril damit Kommentare zu Zensieren, anstatt mit der Crowd einen offenen Dialog zu führen (vgl. Gnocchi, 2011).
Um die Bögen wieder ein wenig zu glätten, hat sich Pril später entschlossen das beliebte Motiv des Pril-Monsters als limitierte Auflage an einige Fans zu verschenken. Somit wurden 111 Flaschen über eine Facebook-App per Zufallsgenerator an die Community verlost. Zusätzlich waren 777 Flaschen zum normalen Verkaufspreis erhältlich (vgl. Gnocchi, 2011).
Dieser Shitstorm zählt laut Computer Bild (2012) und Focus Online (2012) zu den bisher (zehn) bekanntesten Shitstorms.

Herr Gnocchi, dessen Eintrag ich hier größtenteils zitiere, sagte abschließend zu seiner Betrachtung von Crowdsourcing-Projekten folgendes: „Wichtig für Unternehmen, die Crowdsourcing-Massnahmen durchführen wollen, ist eine gut durchdachte Planung. Es ist ratsam bereits von Beginn an klare Spielregeln zu definieren und den offenen Dialog mit der Community zu führen. Wer versucht im Hintergrund die Massnahmen zu manipulieren, kann damit rechnen, dass sich die Benutzer gegen einen stellen und ihren Frust, ohne Blatt vor den Mund zu nehmen, kommunizieren. Man sollte sich jedoch nicht durch solche Vorfälle davon abhalten lassen selbst Crowdsourcing einzusetzen. Es gibt bereits einige Cases von denen man lernen und somit bereits vor der Durchführung mögliche Gefahren einkalkulieren kann.“ (Gnocchi, 2011)

Er empfiehlt also eine Kampagne vorher gut durchzuplanen und den Dialog zu der Crowd nicht zu verlieren, um einem Shitstorm aus dem Weg zu gehen. Sollte es jedoch zu spät sein und der Sturm er Entrüstung steht vor der Tür, dann sollte man nicht anfangen, die „Spielregeln“ zu ändern und Maßnahmen hinter dem Rücken der Crowd zu manipulieren. So macht man alles nur noch schlimmer. Hier zeigt sich also auch wieder deutlich, wie wichtig die Kommunikation zu der Crowd ist – besonders, wenn einmal ein Fehler unterlaufen ist.

Unbenannt

Sind euch auch ähnliche Beispiele bekannt? Gibt es beispielsweise auch Crowdfunding-Projekte die einen Shitstorm ausgelöst haben? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen zum Thema „Crowdsourcing und Shitstorm“ mitteilt. Vielen Dank. :]
In meinem nächsten Beitrag werde ich positive Beispiele von einigen bekannteren Unternehmen und Marken vorstellen, um euch zu zeigen, dass man mit einer solchen Kampagne als großes und bekanntes Unternehmen durchaus auch Erfolg haben kann und u.U. damit auch das Image verbessern kann.
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Quellen:
Duden (2013) Bedeutung Shitstorm. Abgerufen am 26.01.2014, verfügbar unter http://www.duden.de/rechtschreibung/Shitstorm
Pril (2012) 2011: Mein Pril – Mein Stil. Abgerufen am 26.01.2014, verfügbar unter http://www.pril.de/marke/meinpril/#tab_designwettbewerb
Gnocchi, A. (2011) Thomas Hutter’s Social Media und Facebook Marketing Blog. Social Media: Crowdsourcing – Kundenpartizipation hat Potential. aufgerufen am 26.01.2014. Verfügbar unter http://www.thomashutter.com/index.php/2011/11/social-media-crowdsourcing-kundenpartizipation-hat-potential/)
ComputerBild (2012) Die Zehn: Bekanntesten Shitstorms. Aufgerufen am 26.01.2014, verfügbar unter http://www.computerbild.de/fotos/Die-Zehn-bekannte-Shitstorms-7599832.html#10
Focus Online (2012) Kollektive Entrüstung im Netz. Die besten Shitstorms. Aufgerufen am 26.01.2014, verfügbar unter http://www.focus.de/digital/internet/tid-26192/kollektive-entruestung-im-netz-das-geheimnis-hinter-dem-phaenomen-shitstorm-bekannte-shitstorms_aid_768892.html
Breithut, J. (2011) Spiegel Online – Soziale Netzwerke: Pril-Wettbewerb endet im PR-Debakel. Aufgerufen am 26.01.2014, verfügbar unter http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/soziale-netzwerke-pril-wettbewerb-endet-im-pr-debakel-a-763808.html
Henkel (2014) Standorte. Aufgerufen am 26.01.2014. Verfügbar unter http://www.henkel.de/ueber-henkel/henkel-standorte.htm
Henkel (2014) Produkte & Marken. Aufgerufen am 26.01.2014. Verfügbar unter http://www.henkel.de/produkte-marken.htm

Abschließende Bewertung der drei vorgestellten Plattformen Threadless, Spreadshirt & Qwertee

Hallo zurück.
Heute möchte ich euch nun abschließend zum Thema „Plattformen zur Produktgestaltung“ einen Vergleich der drei vorgestellten Plattformen präsentieren.
Ich vergleiche dabei die verwendeten Konzepte und setze den Schwerpunkt auf die geführte digitale Kommunikation. Abschließend zeige ich die Erfolgsfaktoren der Unternehmen noch einmal auf und fasse zusammen, wie man eine solche Plattform zur Produktgestaltung erfolgreich führen kann und was man bei der digitalen Kommunikation beachten sollte, oder auch besser vermeidet.

Beim Zusammenfassen der hier präsentierten Informationen ist mir bewusst geworden, dass ich bei meinen Darstellungen mit der Zeit immer präziser geworden bin, sodass ich einige Daten bezüglich der digitalen Kommunikation (besonders für Threadless) nachrecherchieren musste. Da der Zeitaufwand zu groß gewesen wäre, sind die Stände der Zahlen vom 17.01-20.01.2014. Einige Zahlen wurden dabei allerdings auch nach oben korrigiert, bspw. der Wert der Likes von der amerikanischen Facebook-Seite von Spreadshirt. Insbesondere bei den Angaben zu den Nutzerzahlen und Crowdaktivitäten (s.u.) betone ich, dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhebe. Da ich keine Inhaltsanalyse aller Beiträge der untersuchten Unternehmen durchgeführt habe, kann es durchaus sein, dass einige Zahlen noch höher liegen, als sie in meinen Diagrammen angegeben werden. Es handelt sich bei meinen Darstellungen lediglich um Richtwerte, die die unterschiedlichen Aktivitäten der Communities und Erfolgszahlen der Plattformen veranschaulichen sollen.

Hier folgen nun die relevanten Vergleichskriterien:

Threadless

(Quelle: eigene Darstellung) Spreadshirt+Qwertee(Quelle: eigene Darstellung)

Da es kaum möglich war in dieser Tabelle auch noch auf die digitale Kommunikation einzugehen, folgen hier noch ein paar Diagramme zu den Nutzerzahlen auf Facebook (FB), Twitter und Google+. Ich habe die anderen Social-Media-Plattformen nicht mit betrachtet, da diese 3 Kanäle die einzigen waren, die auch bei allen 3 Crowdcreation-Plattformen vorhanden waren. Anschließend folgt noch eine Darstellung über die Aktivitäten der Crowd auf Facebook und Twitter, da diese Plattformen die zwei Meistgenutzten sind und gute Möglichkeiten bieten mit der Community zu interagieren.

Nutzerzahlen – Facebook

FB

(Quelle: eigene Darstellung)

Nutzerzahlen – Twitter

twitter

(Quelle: eigene Darstellung)

Nutzerzahlen – Google+

Google+

(Quelle: eigene Darstellung)

Aktivitäten der Community auf Facebook und Twitter

Crowdaktivitäten

(Quelle: eigene Darstellung)

Auffällig bei den Diagrammen ist, dass obwohl Threadless auf Facebook und Twitter eine größere Community hat, die Aktivitäten der Nutzer bei der jüngsten Plattform Qwertee am höchsten ausfallen. Dort scheinen die Designs bei der Crowd besser anzukommen und starke Zustimmung zu finden. Interessant ist auch, dass Qwertee die einzige Seite ist, die auch auf Google+ relativ erfolgreich arbeitet.

Wie kann man eine Plattform zur Produktgestaltung bzw. T-Shirt-Gestaltung nun erfolgreich betreiben? Und was sollte man bei der digitalen Kommunikation beachten bzw. vermeiden?

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man ein klares Konzept hat und eng mit der den Kunden bzw. der Community zusammenarbeitet. Die User benötigen einen Plattform auf der sie sich austauschen können. Da dieses nicht so einfach in die eigenen Webseite integrierbar ist, bieten sich dafür die Social Media-Kanäle an. Auf den bekanntesten Plattformen, wie Facebook und Twitter, kann man so den Dialog zu den Kunden suchen und gleichzeitig beobachten, worüber die Crowd sich unterhält.
Da Qwertee in dieser Betrachtung so erfolgreich abschneidet, halte ich es noch für sinnvoll mit dem verwendeten Konzept eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Somit kann die Begeisterung der Community für Designentwürfe größer ausfallen und die Diskussionen sind interessanter. Als wichtig habe ich auch empfunden, dass die Crowd nahezu täglich mit neuen Designs oder News versorgt wird. Regelmäßige Posts erleichtern auch dem Nutzer das Verfolgen einer Crowdcreation-Plattform.
Abschließend möchte ich festhalten, dass sich ein paar der genannten Kriterien mit den 10 Regeln von Jeff Howe decken (bspw. 1. Pick the right Model und 2. Pick the right Crowd), somit dessen Anwendbarkeit unterstützen.
Diese Ergebnisse, wie auch alle weiteren werden sich auf der Unterseite „Ergebnisse“ wiederfinden.

Auf meine Umfrage aus dem allerersten Post zu der Thematik möchte ich nur kurz eingehen.
55,56% der Teilnehmer gaben an, dass sie eine der genannten Seiten (Spreadshirt, Threadless und Qwertee) kennen, aber sie noch nie einer dieser Seiten genutzt haben. Ein Drittel der Befragten kannte keiner dieser Seiten und 11.11% haben bereits ihr eigenes Design kreiert.
Da mir dieses Umfrage-Tool nicht anzeigt, wie hoch die Teilnehmerzahl tatsächlich war, möchte ich mich über mögliche Schlussfolgerungen zurückhalten. Anmerken möchte ich doch, dass mehr als die Hälfte noch nie ein eigenes Design kreiert haben oder die Seiten nicht mal kennen. Ich hoffe allerdings, dass meine Beiträge dazu den ein oder anderen neugierig gemacht haben und jemand vielleicht mal sein eigenes Design auf einer solchen Plattform einreicht.

In meinen folgenden Posts werde ich mich nun anderen Plattformen widmen und bin schon gespannt darauf, ob man auch hier diese Regeln wiederfindet.

Spreadshirt

Wie bereits mehrfach erwähnt, werde ich euch heute eine weitere Plattform zum T-Shirts selbst gestalten vorstellen – Spreadshirt.

Bevor ich selbst angefangen habe, mich detailliert mit dieser Website auseinander zu setzten, habe ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umgehört, ob jemand diese Seite nutzt. Glücklicherweise hat sich jemand gefunden, Herr J. Knapp (25 Jahre), der sogar seinen eigenen Shop bei Spreadshirt führt, d.h. seine eigenen T-Shirt-Entwürfe über diese Seite für sein Football-Team (Northern United) verkauft. Ich habe diesem jungen Herrn einen Fragenkatalog mit 20 Fragen zu den Kategorien „Allgemeines“, „Shop“, „Kommunikation“ und „Fazit“ geschickt und am 08.01.2014 seine Antworten per E-Mail erhalten. Ich werde passende Auszüge dieses Fragebogens den einzelnen Kategorien zuordnen, sodass auch seine Angaben in mein Fazit bezüglich der einzelnen Kategorien und besonders den Erfolgsfaktoren von Spreadshirt mit einfließen werden.

Allgemeines

Spreadshirt, ein deutsches Unternehmen, welches 2002 in Leipzig als Zwei-Mann-Unternehmen gegründet wurde (Hettler, 2010), ist der vorher betrachteten Plattform Threadless gar nicht so unähnlich. Sie bedrucken ebenfalls Textilien (hauptsächlich T-Shirts) in verschiedenen Farben und Formen – für Privatleute, Vereine und Firmen. Derzeit kann man laut Spreadshirt (2014) sein Design schon auf über 140 Produkten verwirklichen.
Mittlerweile ist das Unternehmen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und auch in Nordamerika aktiv (Spreadshirt, 2014).

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T.K.: Ist es für dich wichtig, dass es sich bei Spreadshirt um ein deutsches Unternehmen handelt?

J.K.: „Weniger, mir sagt eher das „junge“ Image, der Plattform zu. Zudem muss ich gestehen, ist mein Englisch eher zweitklassiger Art, so dass ich in der Hinsicht doch sehr froh bin, dass alles in Deutsch formuliert ist. Gerade was die Service Kommunikation via E-Mail angeht.“

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Konzept

Hier ist das Konzept wirklich sehr einfach. Der User kann sein gewünschtes Design direkt auf Spreadshirt.de designen. Dort gibt es ein Produktkatalog mit allen verwendbaren Farben. Man kann dort auch sein eigenes Bild hochladen oder einfach ein vorgefertigtes Motiv wählen und es für den eigenen Gebrauch abändern. Außerdem kann man noch einen Schriftzug addieren. Die meisten dieser Elemente kann man auch noch drehen, spiegel, skalieren und und und.
Es wird direkt angezeigt, wie teuer die einzelnen „Bauteile“ sind und der Gesamtpreis ist auch immer ersichtlich. Wenn man mit seinem Produkt zufrieden ist, kann man dieses direkt in den Warenkorb legen.

Hier ein Beispiel von einem von mir kreierten Beutel:
Beutel CC(Quelle: http://www.spreadshirt.de/t-shirt-selbst-gestalten-C59. Zugriff am 10.01.2014. Eigener Designentwurf)

Wenn man mit seinen eigenen Designentwürfen auch Geld verdienen will, dann kann man bei Spreadshirt einzelne Motive verkaufen oder sogar einen eigenen Shop eröffnen. Hierfür ist zwar eine Registrierung notwendig, aber die Produktgestaltung läuft genauso ab, wie oben beschrieben. Anschließend hat man dann allerdings noch die Möglichkeit eine Provision festzulegen, welche dem Nutzer nach jedem verkauften Produkt gut geschrieben wird. Die Höchstgrenze liegt bei 15 EUR, doch die erfolgreichsten Designer verlangen laut Spreadshirt (o.J.) ca. 3 EUR pro Design.
Wenn man ein eigenes Design veröffentlicht hat, dann kann das auch von anderen Usern benutzt werden um wieder neue Produkte zu gestalten. Dabei verdienen dann aber beide an dem Verkauf.
Um die Zahlung und die Produktion bis hin zur Nachbetreuung der Kunden kümmert sich aber immer Spreadshirt selbst (Spreadshirt, o.J.).

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T.K.: Welche Rolle spielt für dich der eigene Shop bei Spreadshirt?

J.K.: „Es ist schon ganz cool für seine Mannschaft individuelle Shirts gestalten zu können. Wie in allen Vereinen brauch man auch für diese Position nur jemand der sich darum kümmert. Und Spreadshirt macht es um einiges unkomplizierter als bei jedem Training zu fragen, ob wer was bestellen will und dann dem Geld hinterher zu rennen. Gerade für uns als Spielgemeinschaft, in welcher die Spieler in ganz Niedersachsen verteilt sind ist es praktisch, sich einfach eben online DAS Shirt seiner Wahl zu bestellen und eben zu sich liefern zu lassen.“

T.K.: Wie lange führst du schon diesen Shop und wofür nutzt du ihn?

J.K.: „In etwa zwei, drei Jahre, müssten es sei.
In erster Linie für unsere Footballmannschaft, es kam aber schon mal vor, diesen auch für einen kurzen Zeitraum als Verteilerplattform für Festival-Shirts im Freundeskreis zu nutzen (also wirklich nur für knapp eine Woche und es ist nichts daraus geworden, schließlich feierten wir keinen Junggesellenabschied, sondern besuchten ein Festival).“

T.K.: Stelle bitte den Ablauf der Shirtgestaltung auf Spreadshirt kurz dar.

J.K.: „Produkt auswählen > Motiv hinzufügen > ggf. Text > Fertig“

T.K.: Bist du allein für die neuen Designs zuständig oder wie entsteht ein neuer Entwurf?

J.K.: „Nein… dazu fehlt mir das „Grafiker-Talent“ bzw. dazu lässt Spreadshirt vielleicht auch ein bisschen wenig Spielraum um auszuprobieren. Die ersten Shirts sind von mir und den Möglichkeiten die Spreadshirt bietet entstanden. Doch für die wirklich coolen Motive und damit auch coole Shirts, liefere ich den Jungs (mit mehr „Grafiker-Talent“) lediglich eine abfotografierte Skizze von dem was/wie ich es mir denke, anhand einer Whatsapp-Fotografie und warte bis mir eine Datei/ein Motiv zugeschickt wird. Und das sind eindeutig die besten (besonderer verweis gilt hier dem „ball so hard“ Shirt).“

T.K.: Wie ist das Verhältnis von dem Gewinn für dich bzw. euch als Football-Verein und Spreadshirt? Kannst du die prozentuale Aufteilung benennen?

J.K.: „Von Gewinn kann man da kaum Sprechen, es gibt glaube ich nur eine Hand voll Produkte die ich mit ein oder zwei Euro als Provision  erstellt habe (davon geht dann noch die MwSt. ab.

Der Ursprungsgedanke war einen guten Preis zu finden (inkl. dieser Provision) und den Gewinn der Teamkasse zugutekommen zu lassen, allerdings hat sich das bisher nicht rentiert und wurde fallen gelassen, sodass der Promotion-Gedanke von unserem Verein und des Sports selber viel mehr in den Vordergrund gerückt ist.“

T.K.: Wie viel Resonanz erhaltet ihr? Gibt es viele Personen, die eure Shirts kaufen?

J.K.: „Dazu hat Spreadshirt  tatsächlich gute und übersichtliche Statistiken und Diagramme geschaffen, dennoch würde ich knapp 40 verkaufte Produkte in der Zeit wirklich nicht als „viel“ bezeichnen. Und die Besucherzahlen schießen immer dann hoch, wenn ich zum Beispiel ein Produkt bei Facebook promote.“

T.K.: Handelt es sich dabei nur um eure eigenen Spieler oder auch sind die Käufer hauptsächlich Fans?

J.K.: „Schon größten Teils Spieler und auch mal Anhang, ich weiß spontan von zwei nicht Spielern und nicht Partnern, die ein Shirt aus dem Shop besitzen.“

T.K.: Habt ihr noch andere Produkte außer T-Shirts? Wenn ja, welche?

J.K.: „Ja, da wären die Tasse, die Weste, das Muskel Shirt, ein Polo Shirt und Hoodies. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit bis ich Tasse und Weste aus dem Shop entferne, Shirts laufen deutlich am besten und bei den Hoodies ist es, glaube ich,oft eine Geldfrage.“

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Kommunikation

Neben ihrer eigenen Website hat Spreadshirt auch einen Blog und bietet einen Newsletter an.
Social Media-Kanäle werden von ihnen folgende genutzt: Facebook, Twitter, YouTube, Google+ und Flickr. Wichtig hierbei zu wissen ist, dass Facebook sowohl eine Seite für den deutschen wie auch den amerikanischen Markt bietet. Bei YouTube gibt es sogar 3 Kanäle – für die deutsche, europäische und amerikanischen Crowd. Twitter gibt es beispielsweise nur für den amerikanischen Markt, was vermutlich aber auch daran liegt, dass Twitter dort viel stärkeren Anklang gefunden hat als bei uns in Deutschland.
Doch selbst, wenn Spreadshirt Deutschland als Seiteninhaber angezeigt wird, sind die veröffentlichten Beiträge häufig auf Englisch (bspw. bei Google+).

Doch was wird auf diesen Kanälen eigentlich kommuniziert?

Auf Facebook beispielsweise werden hauptsächlich neu entworfene Designs vorgestellt, ab und an auch ein Gewinnspiel. Die dt. Seite hat 16.551 Likes und 138 Personen, die darüber reden. Auf der amerikanischen Seite sieht es im Grunde ähnlich aus, nur dass auch mal witzige Bilder und lustige Sprüche gepostet werden. Hier liegen die generierten Likes bei 34.381 und 267 Nutzer reden mit. Ob nicht aber auch viele deutsche Fans die Facebook-Seite für den amerikanischen Markt geliket haben, ist fraglich. Daher  urteile ich nicht über die fast doppelt so hohe Anzahl der Likes.
Die Likes für die einzelnen Beiträge fallen allerdings sehr gering aus. Auf der amerikanischen Seite liegt der höchste Wer bei ca. 30 und auf der deutschen Seite gab es durchaus auch Post die über 500 Likes einbringen konnten. Allgemein habe ich das Gefühl, dass die Community dort aktiver ist, da Beiträge auch häufiger geteilt und kommentiert werden.

Zusätzlich gibt es auf Facebook noch die Möglichkeit die Spreadshirt Shop App zu nutzen, wenn man bereits auf der Website einen eigenen Shop eingerichtet hat. Dieses bietet den Kunden so die Möglichkeit, ihre Produkte direkt auf Facebook anzubieten und zu verkaufen (vgl. Facebooklet, 2011).
Google+ würde ich fast vernachlässigen, da sie dort nur 647 Follower haben und größtenteils auch nur Designs bewerben.
Auf Twitter sind die Inhalte der Tweets ganz unterschiedlich. Von Antworten auf Nutzerfragen, über beworbene Designs zu Fragen über aktuelle Geschehnisse ist alles dabei. Sie werden auch häufig von Nutzern durch Hashtags verlinkt. Dort haben sie 13.221 Follower und bereits 4.477 Tweets gepostet.
Der eigene Blog wird zwar recht häufig genutzt, allerdings ist hier die Rückmeldung der Crowd geringer als bei den anderen Social Media Kanälen. Jedoch werden hier über alle spreadshirtbetreffenden Themen berichtet. Es werden Weihnachtsgrüße an die Crowd gesendet, Rabattaktionen angepreisen, Produktänderungen beschrieben oder auch Rückblicke auf das vergangene Jahr gegeben, sodass die Community erfährt, welche Produkte die beliebtesten waren. Eine Sache die hier jedoch nicht beworben wird, sind aktuelle Designvorschläge – die sind dafür aber ja auf Facebook zu finden. Neben dem deutschen Blog gibt es auch einen für den englischen und amerikanischen Markt, sowie für Frankreich, Norwegen und die Niederlande. Zusätzlich gibt es auch noch einen Blog der Entwickler. Dieser ist auf Englisch verfasst und leider sehr unregelmäßig aktiv. Die Themen dieses Blogs drehen sich bspw. um Bestellfunktionen oder den Versand.

Spreadshirt Blog(Quelle: Blog Spreadshirt, Eintrag vom 28.12.2013. Zugriff am 13.01.2014. Verfügbar unter http://blog.spreadshirt.net/de/)

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T.K.: Wie wirst du darauf aufmerksam gemacht, dass jemand ein Shirt bestellt hat?

J.K.: „Ausschließlich wenn ich in der Shop-Übersicht nachschaue. Reicht mir aber voll und ganz.

T.K.: Kennst du Social Media Kanäle (Facebook, YouTube, Twitter, Google+, Flickr, …) von Spreadshirt? Wenn ja, welche?

J.K.: „Ja, Facebook und Youtube.“

T.K.: Folgst du Spreadshirt auf einer dieser Seiten? Wenn ja, nenne diese bitte und gib kurz an warum.

J.K.: „Nein, kann man nicht behaupten.“

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FAZIT

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T.K.: Worin siehst du die Vorteile von Spreadshirt?

J.K.: „Auch hier der Verweis auf eine schon gegebene Antwort: ganz klar das einfache Handling eines Online Shops, ohne jeden einzeln aufmerksam machen zu müssen und der Zeitraum, um unabhängig bestellen zu können.

Gerade für einen Verein wie uns, wo sich nicht jeder täglich über den Weg läuft, sehr praktisch. Zudem die Einbringung eigener Logos und vielleicht doch eigener Nummer o.ä. ist einfach und gut gelungen.“

T.K.: Gibt es auch Nachteile? Oder Eigenschaften dieser Plattform, die du als weniger vorteilhaft beurteilen würdest? Wenn ja, welche?

J.K.: Einen ganz großen, aber die Lösung liefer ich gleich mit! Die Anbringung verschiedener Textbausteine plus die Unterbringung jedes einzelnen Motives kosten immer wieder ein Paar Euro extra, so dass ein Shirt allein mit den Möglichkeiten die Spreadshirt bietet schnell bei über 25,- teilweise über 30,- liegt. Gestaltet man diese Vorlage aber selbst am Computer und es handelt sich nur noch um ein oder zwei Motive (Vorder- und Rückseite geht nun mal nicht als Eins) bleibt man bei unter 20,- €! Also wer über dieses schon genannte „Grafiker-Talent“ verfügt (ich betone nochmal: ich nicht!) hat damit keine Schwierigkeiten, ich bin aber so auf Hilfe anderer angewiesen. Würde aber nicht sagen, dass mir die Zusammenarbeit dadurch nicht gefällt.“

T.K.: Wie würdest du deine persönlichen Erfahrungen mit Spreadshirt beschreiben? Eher positiv/negativ?

J.K.: „Schon immer positiv, aber als ich hinter den „mach-nur-noch-ein-Motiv-aus-dem-ganzen-Trick“ gekommen bin, durchweg positiv.“

T.K.: Würdest du diese Seite weiter empfehlen? Wenn ja, welcher Zielgruppe?

J.K.: „Ganz klar Vereinen, die keinen lokalen/regionalen Textildrucker zur Hand haben oder sich einfach in ihrer Gestaltungsfreiheit austoben wollen.

Teilweise sind auch gute individuelle Geschenkideen zu gestalten oder in den Shops zu finden!

Junggesellenabschiede…

Oder auch Leute, die Bock auf ein richtig albernes Shirt haben  ;)“

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Der schriftliche Fragebogen mit Herrn Knapp hat mir gezeigt, dass diese Plattform besonders für (Sport-)Vereine gut geeignet ist, um die gesamte Mannschaft und die Fans mit Produkten ihrer Wahl auszustatten. Die Handhabung der Seite scheint einfach zu sein, jedoch sollte man bedenken, dass es teurer ist viele einzelne Elemente zu verwenden als ein großes Element, welches man vorher selbst grafisch umsetzten muss. Wenn man also preiswert gestalten will, ist ein wenig grafisches Talent nicht verkehrt – jedoch nicht notwendig, um diese Seite zu nutzen.
Um seinen Motiven richtig erfolgreich Geld zu verdienen, müsste man die Provisionen schon etwas höher ansetzten, als nur 1-2 EUR, wie Herr Knapp es veranschlagt hat. Dann besteht jedoch die Gefahr, dass die Nutzer die Produkte als zu teuer empfinden.

Erfolgsfaktoren

* die Möglichkeit einen eigenen Shop zu führen
* Höhe der Provision (fast) frei wählbar
* komplett freie Produktgestaltung – keine Bindung an Aufgaben
* einfache Handhabung der (integrierten) Software
* starke Social-Media-Präsenz
* Facebook-App als weitere Plattform, um Produkte zu (ver)kaufen
* regionale Social Media Kanäle
* einzelne Online-Plattformen werden unterschiedlich genutzt – keine (ständige) Doppelung der Inhalte
* große Produktpalette
* große Marktreichweite (USA und Europa)

So, nun habe ich es schon fast geschafft – 2 von 3 Plattformen habe ich bereits vorgestellt. Mein nächster Beitrag wird dann von der Seite Qwertee handeln. Anschließend werde ich versuchen, die 3 Webseiten miteinander zu vergleichen.
Vielen Dank für’s Lesen. Wenn ihr Fragen habt, immer her damit 🙂

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Quellen:

Hettler, U. (2010) Social Media Marketing: Marketing mit Blogs, Sozialen Netzwerken und weiteren Anwendungen des Web 2.0. München: Oldenbourg

Spreadshirt (o. J.) Geld verdienen mit Spreadshirt. Zugriff am 10.01.2014. Verfügbar unter http://www.spreadshirt.de/hilfe-C1328/categoryId/277/articleId/1336.

Klindworth, T. (2014) schriftliches Interview mit Julian Knapp vom 08.01.2014, geführt vom Verfasser

Facebooklet (2011) Spreadshirt kündigt kostenlose Shop-Anwendung an. Zugriff am 13.01.2014. Verfügbar unter http://facebooklet.de/2011/10/spreadshirt-kundigt-kostenlose-shop-anwendung-an/

Threadless

Halli Hallo.
wie versprochen starte ich heute mit einer kleinen Reihe von Beiträgen über Crowdcreation-Plattformen zum T-Shirts selbst designen, bestellen und verkaufen.

Das erste Beispiel ist Threadless, denn diese gilt als die erfolgreichste jener Art.

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Threadless 2013: „You are Threadless. You make the ideas, you pick what we sell, you’re why we exist.“
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Ein Video als Einstieg . . .

(Quelle: YouTube Seite von Treadless. Zugriff am 02.01.2014. Verfügbar unter http://www.youtube.com/user/ThreadlessTeeV)

Allgemeines

Threadless ist ein amerikanischer T-Shirt Herstellter, für den keine eigenen Designer arbeiten, sondern dieses Unternehmen lässt die Designs der T-Shirts monatlich neu von ihrer online Community entwickeln (Borchardt, 2012, S. 102ff.). Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 2000 in Chicago (Borchardt, 2012, S.238).
Jeden Monat gibt es dann eine neue Motivvorgabe von Threadless, welche sie als Designaufgabe ins Netz stellen (Borchardt, 2012). In einem wöchentlichen Rhythmus werden neu designte T-Shirts veröffentlicht (Threadless, 2012).  Anschließend wählen sie mit der Crowd zusammen die erfolgsversprechensten Entwürfe aus. Zusätzlich hat der Kunde hier die Möglichkeit als Model, Werbemacher und Katalogfotograf mitzuwirken (Borchardt, 2012, S. 238).
Laut Borchardts Stand vom Februar 2012 erhält der Sieger der monatlichen Designaufgabe $2.000, der Zweite $500 oder einen $200 Einkaufsgutschein.
Seit 2007 werden einmal jährlich die besten Shirt-Designer prämiert („Bestee Awards“). Dabei gibt es folgende Kategorien: People’s Choice Design of the Year , Designer of the Year, Kids! Design of the Year, Collaboration of the Year, Slogan of the Year, Blogger of the Year, and Scorer of the Year (Wikipedia, 2013). Der erstgenannte wird dabei mit $10.000 entlohnt und die folgenden mit $1.000 (Borchardt, 2013, S.  244). Somit werden nicht nur die Designs prämiert, sondern die gesamten Aktivitäten der Crowd.
Neben ihrer eigenen Website und ihrem eigenen Blog sind Threadless auch auf Facebook, Twitter, Pinterest, VimeoInstagram, Flickr und YouTube aktiv. Dort posten sie Bilder/Videos der neusten T-shirt-Designs und Events, werben für neue Aufgaben und informieren ihre Kunden über aktuelle Angebote und Rabattaktionen.
Seit 2007 gibt es sogar einen Shop in Chicago, in dem man die aktuellsten Shirts kaufen kann (Wikipedia, 2013).
Im September 2010 ist auch auch das Buch ‚Threadless: Ten Years of T-Shirts from the World’s Most Inspiring Online Design Community‘ von dem Gründer Jake Nickell erschienen, welches von der gelungenen Entstehungsgeschichte von Threadless erzählt.
Wer einen Blick in dieses Buch werfen mag, kann dies bei Issuu tun.
Der Klappentext des Buches sagt unter anderem folgendes über den Erfolg des Unternehmens aus: „Threadless is a T-shirt company like no other. Founded almost a decade ago, it has become one of the internet’s most vibrant and creative on-line communities with more than 1 million registered members. Since 2000, users have submitted more than 225,000 designs, and more than 4 million T-shirts have been printed and sold.“

Konzept

Das angewandte Konzept ist im Grund genommen ganz einfach. Man hat eine gute Idee, setzt diese grafisch um und läd diese auf Threadless hoch. Dann wird das Design innerhalb einer Woche von der Community bewertet und wird schließlich mit einem Wert zwischen 1 und 5 benotet. Wenn es von der Crowd hoch bewertet wird, dann wird es gedruckt und der Designer bekommt dafür Geld. Neben T-Shirts kann das Design dann auch auf Tanktops, Trinkflaschen oder Iphone-Hüllen gedruckt werden. (Threadless, 2012 und 2013) Wenn ein T-Shirt-Design gedruckt wird, erhält der User dafür $2.000 cash und einen $500 Einkaufsgutschein von Threadless (Wikipedia, 2013)

Das folgende Video zeigt das Vorgehen, wie ich finde, wirklich kreativ, aber verständlich und simpel auf.

(Quelle: Threadless (2012). How it works. Zugriff am 04.01.2014. Verfügbar unter http://www.threadless.com/how-it-works/)

Jeff Howe (2009) bewertet besonders die wenigen Einschränkungen des Konzepts von Threadless, sowie deren Community-Arbeit als positiv. „Threadless isn’t really in the T-shirt business. It sells community.”. Er sagt auch, das einzige was Threadless vorgibt sei, dass das Design auf ein T-Shirt passen muss (Howe, 2009, S.6). Außerdem können die Nutzer so viele Designs wie sie wollen erstellen und auch bewerten (vgl. ebd., S. 285).

Erfolgsfaktoren

Da ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, steht am Ende der Aufzählung ‚usw.‘. Meiner Meinung nach sind die folgenden Faktoren jedoch die bedeutendsten, die diese Plattform so erfolgreich gemacht haben:

  • klares und einfaches Konzept, welches für den Kunden einfach zu verstehen ist
  • User können eigene Ideen umsetzten oder nach einer Aufgabe arbeiten
  • wenig Einschränkungen
  • stark involvierte und motivierte Community
  • starke Präsenz auf nahezu allen Social Media Kanälen
  • prämierte Preise zu gewinnen (nicht nur für die Designs auch für Community-Aktivitäten)
  • Erweiterung der Produktpalette (neben T-Shirts für Männer, Frauen und Kinder auch Trinkflaschen und ähnliches, s.o.)
  • Zusammenarbeit mit NGO (bspw. UNICEF)
  • kreative Beiträge auf den Social Media Kanälen
  • usw.

Vielen Dank für’s Lesen.
Mein nächster Beitrag wird dann von Spreadshirt handeln.

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Quellen:
Borchardt, H.-J. (2012)  Dezentrales Marketing und Crowdsourcing. Erlangen:Publicis Publishing
Howe, Jeff (2009). Crowdsourcing – why the power of the crowd is driving the future of business. New York: Three Rivers Press
wikipedia, Threadless. Zugriff am 02.01.2014. Verfügbar unter http://en.wikipedia.org/wiki/Threadless
Nickell, J. (2010) Threadless: Ten Years of T-Shirts from the World’s Most Inspiring Online Design Community. New York: Harry N Abrams Inc. Teilweise abrufbar unter http://issuu.com/clivewilson/docs/issuu_threadless
Threadless (2013) How does Threadless work? Zugriff am 04.01.2014. Verfügbar unter  http://support.threadless.com/ics/support/default.asp?deptID=15140&redirect=true
Threadless (2013) What is Threadless? Zugriff am 04.01.2014. Verfügbar unter http://support.threadless.com/ics/support/default.asp?deptID=15140&redirect=true
Threadless (2012) How often do you come out with new designs? Zugriff am 04.01.2014. Verfügbar unter http://support.threadless.com/ics/support/default.asp?deptID=15140&redirect=true
Threadless (2012) How it works. Zugriff am 04.01.2014.Verfügbar unter http://www.threadless.com/how-it-works/